Baukultur Outokumpu

Edelstahl-Baukultur von New York bis Stockholm

Outokumpu ist langjähriger Partner für interessante Architekturprojekte in aller Welt. Dabei fungiert das Unternehmen nicht nur als Lieferant, sondern ist auch als Berater tätig.
 

Mit seiner Fassade aus Glas und Edelstahl fällt das Kongresscenter Stockholm Waterfront sofort ins Auge. Die moderne Fassade ist aus Z-Profilen aus rostfreiem Duplex-Stahl mit einer Länge von 3 bis 16 Metern gefertigt. Insgesamt wurden 26 Kilometer dieser Profile aus Forta DX 2205 (EN 1.4462 / ASTM UNS S32205) von Outokumpu verbaut. Für Außenfenster- und Türrahmen wählte man die Stahlsorte Core 304 / 4301 (EN 1.4301 / ASTM UNS S30400) von Outokumpu.
 
Verschiedene energietechnische Maßnahmen und intelligente Lösungen zur Ausnutzung von Wetterdaten und Umweltfaktoren haben dazu beigetragen, dass das Waterfront Building in Stockholm die renommierte LEED-Zertifizierung (Leadership in Energy and Environmental Design) in Gold erhalten hat. Auch der Duplex-Stahl von Outokumpu hatte einen wichtigen Einfluss auf diese Auszeichnung – denn er ist besonders langlebig und korrosionsbeständig sowie wenig wartungsaufwendig.
 
Bei der LEED-Zertifizierung handelt es sich um ein System aus den USA, das die Nachhaltigkeit von Gebäuden bewertet. Sie ist ein weltweit anerkannter Standard für Green Buildings. Anhand verschiedener Kriterien wie Wassereffizienz, Design, Materialien und Ressourcen wird der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes betrachtet. Die Summe der Punkte aus allen Kriterien entscheidet darüber, in welche Klasse das Gebäude eingestuft wird: Zertifiziert, Silber, Gold oder Platin.
 
„Wir Architekten haben bestimmte Visionen davon, was wir erreichen möchten. Jedoch benötigen wir Experten, die uns dabei helfen unsere Visionen zu optimieren und zu realisieren. Es wurde viel Arbeit investiert, um die exakt passenden Materialien für diese komplexen Strukturen zu finden. Von Outokumpu haben wir die Unterstützung erhalten, die wir benötigten, um unsere Vision zu realisieren“, sagt Stefano Mangili von White Arkitekter, die Stockholm Waterfront entworfen und geplant haben.
 
Low Maintenance Gebäude: Das Chrysler Building
 
Erbaut in den 1930er Jahren, ist das Chrysler Building in New York bis heute ein gutes Beispiel für die Beständigkeit des Materials Edelstahl. Mit Ausnahme von einigen wenigen Verkleidungstafeln an besonders beanspruchten Gebäudeteilen wie Lüftungskanalauslässen, die in der Zwischenzeit ausgetauscht werden mussten, befindet sich das Dach noch im Originalzustand und wurde seit der Baufertigstellung nur zwei Mal manuell gereinigt. 
 
Die Dachkuppel ist aus rostfreiem Edelstahl von Outokumpu errichtet worden. Sie ist im Art Déco Stil gebaut und besteht aus sieben Rundbögen aus Edelstahl. Vor allem diese Gestaltung der Spitze mit ihren das Sonnenlicht reflektierenden Stahlkränzen macht das Chrysler Building unverwechselbar.

Mit 319 Metern ist der beeindruckende Turm das fünftgrößte Gebäude in New York. Am Gebäude selbst finden sich Zierelemente in Form von Wasserspeiern aus rostfreiem Stahl, die Kühlerfiguren nachempfunden sind. Außerdem wurden am 31. Stockwerk Zierelemente in Form von Chrysler Motorhauben und Kachelfriese in Form von Chrysler Radkappen als Verzierung an der Fassade verwendet.
 
 
Auch wenn es nach seiner Erbauung 1930 viele Kritiker hatte, ist das Chrysler Building heute aufgrund seiner liebevollen Detailarbeit sehr beliebt. Im Jahr 2007 wurde es vom American Institute of Architects auf Platz neun der Architekturfavoriten in den USA gewählt.
 
Einzigartige Perforations-Architektur für Stahlbrücke in Bristol
 
Die Fahrrad- und Fußgängerbrücke Mead’s Reach Bridge in Bristol, Großbritannien, ist ein architektonisches Kunstwerk mit innovativer Struktur. Sie entstand im Rahmen eines Stadtentwicklungsprojekts und verbindet den Hafen am Temple Quay in Bristol mit dem Stadtzentrum.
 
Sie besteht aus einer einzelnen Box mit integrierten Ständern. Die Geometrie ist komplex, mit Variation in Tiefe, Krümmung und Höhe sowie verschiedenen Variationen in der Breite über die gesamte Spannweite hinweg. Die Brücke ist vollständig aus rostfreiem Duplex-Stahl Forta DX 2205 von Outokumpu gefertigt.
 
Im Laserschnittverfahren wurden die rostfreien Stahlplatten in die richtige Größe gebracht und im Anschluss wurde die endgültige Geometrie als eine Reihe von miteinander verbundenen zylindrischen Komponenten geformt. Einzigartiges Designmerkmal ist die Perforationen auf den freiliegenden Oberflächen. Über 55.000 Löcher mit unterschiedlichen Radien wurden per Laser in die Edelstahloberfläche geschnitten. Sie ermöglichen das Zusammenspiel des Lichtes mit der Reflexion des Wassers.
 
Die Mead’s Reach Bridge entstand aus der Zusammenarbeit mehrerer Edelstahlspezialisten und wurde von den in London ansässigen Niall McLaughlin Architects zusammen mit dem Künstler Martin Richman entworfen. Für Konstruktion und Fertigstellung der Brücke war m-tec in Großbritannien verantwortlich.
 
Das m-tec Konstruktionsteam fertigte die Stahlbrücke in acht Einzelabschnitten im Werk des Unternehmens in Darwen, Großbritannien, an. Erst vor Ort in Bristol wurden die Profile dann zusammengeschweißt und poliert. Die Inbetriebnahme der 75 Tonnen schweren Stahlbrücke erfolgte im August 2009 mithilfe eines der größten Kräne in Europa.
 
Aufgrund des maritimen Klimas in Bristol entschied sich m-tec für Forta DX 2205 von Outokumpu. Diese Güte bietet eine maximale Festigkeit bei gleichzeitig hoher Korrosionsbeständigkeit. Der Edelstahl leistet nicht nur einen wesentlichen Beitrag zum Erscheinungsbild der Brückenstruktur. Er minimiert auch die Lebenszykluskosten, da die Struktur während ihrer gesamten Lebensdauer nicht lackiert werden muss.
 
Autor:
 Dr. Bernd Beckers
Leiter Segment- und Produktmarketing bei Outokumpu

 

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