Deutscher Pkw-Markt legt zu

In Deutschland wurden im Mai 247.000 Pkw und damit 19 Prozent mehr als im Vorjahresmonat neu zugelassen. Trotz dieses deutlichen Zuwachses im Mai ist das Marktvolumen insgesamt noch niedrig. Die Zahl liegt zwar höher als die Werte in den vergangenen vier Jahren, allerdings wurden in dem jeweiligen Mai von 1991 bis 2019 immer deutlich mehr Pkw neu zugelassen als im Mai des Jahres 2023. Das geht aus aktuellen Zahlen des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) hervor.

Nach den ersten fünf Monaten des Jahres 2023 befindet sich der deutsche Pkw-Markt 10 Prozent im Plus (1,1 Mio. Einheiten). Trotz der soliden Wachstumsrate ist der Abstand zum Vorkrisenniveau weiterhin groß: Im Vergleich zu den ersten fünf Monaten des Jahres 2019 liegen die Neuzulassungen gut ein Viertel darunter.

Die Elektro-Neuzulassungen entwickelten sich im Monat Mai positiv. Der deutsche Markt für Elektro-Pkw stieg im Vergleich mit dem Vorjahresmonat um 8 Prozent. Neu angemeldet wurden im Mai dieses Jahres 56.600 Elektro-Pkw. Zwar gab es bei den Plug In-Hybriden (PHEV) erneut einen deutlichen Einbruch: 13.800 neu registrierte Einheiten bedeuteten einen Rückgang um 41 Prozent im Vergleich zum Mai des Vorjahres. Die Neuzulassungen von neuen rein batterieelektrischen Pkw (BEV) stiegen im Vergleich mit dem Mai 2022 um rund 47 Prozent auf ein Niveau von 42.800 Einheiten an. Sie entwickelten sich damit deutlich dynamischer als der Pkw-Gesamtmarkt. In den ersten fünf Monaten des aktuellen Jahres wurden insgesamt 230.500 E-Pkw abgesetzt. Das sind 7 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang ist auf die Entwicklung bei den PHEV zurückzuführen: Während die BEV im bisherigen Jahresverlauf um 24 Prozent auf 167.300 Einheiten anstiegen, gingen die Zulassungen von PHEV um 44 Prozent auf 63.100 zurück.

Bei den deutschen Herstellern gingen im abgelaufenen Monat die Auftragseingänge aus dem Inland weiter zurück. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden im Mai dieses Jahres 19 Prozent weniger Bestellungen registriert. Im Zeitraum von Januar bis Mai gaben die Inlandsaufträge um 28 Prozent im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum nach. Der ausländische Auftragseingang lag im Mai 3 Prozent unterhalb des Vorjahresniveaus. Nach schwachem Jahresbeginn ging das Ordervolumen aus dem Ausland in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 4 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum zurück. Insgesamt wurden im Jahresverlauf bisher 8 Prozent weniger Aufträge registriert als im gleichen Vorjahreszeitraum 2022.

 

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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.