Elektrolyseure: DNV startet neues JIP

Gemeinsam mit 18 Industriepartnern startete DNV ein neues Joint Industry Project (JIP), um die Standardisierung für zuverlässige, sichere und kosteneffiziente Wasserstoffproduktionssysteme zu verbessern, die mit erneuerbarer Energie betriebene Elektrolyse zur Herstellung von grünem Wasserstoff nutzen.

Wasserstoff kann eine wichtige Rolle bei der Dekarbonisierung der weltweiten Energieversorgung spielen, indem er mehr Potenzial für erneuerbare Energien freisetzt, und rückt im Zuge der beschleunigten Energiewende zunehmend in den Mittelpunkt.

„DNV prognostiziert, dass der Anteil von Wasserstoff am Energieträgermix von etwa 1,9 Prozent im Jahr 2040 auf 5,0 Prozent im Jahr 2050 steigen wird – ein Trend, der sich nach Einschätzung von DNV in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts fortsetzen wird. Insbesondere die Dekarbonisierung von schwer abbaubaren Sektoren wie der Luftfahrt, der Schifffahrt oder dem Fernverkehr erfordert eine weitaus größere Verbreitung von grünem Wasserstoff“, so Kim Sandgaard-Mørk, Executive Vice President for Renewables Certification bei DNV.

Und Axel Dombrowski, Director Innovation & Digitalisation for Renewables Certification bei DNV fügt hinzu: „Um das Vertrauen in den Markt zu stärken, müssen Elektrolyseure weiter standardisiert werden, um Unsicherheiten und Risiken bei der Industrialisierung großer Wasserstoffprojekte zu reduzieren.“

DNV arbeite kontinuierlich mit der Industrie zusammen, um aktuelle Standards und empfohlene Verfahren zu entwickeln, die auf die Anforderungen des fortschreitenden Marktes für erneuerbare Energien zugeschnitten sind. Mehr als 18 Partner aus verschiedenen Industriesektoren wie Elektrolyseur- und Windturbinenhersteller, Entwickler von erneuerbaren Anlagen, Energie-, Chemie- und Ingenieurbüros schließen sich laut aktueller Pressemitteilung DNV an, um ein Zertifizierungssystem zu entwickeln, das für Elektrolyseurprojekte – einschließlich der Schnittstelle zu erneuerbaren Energien – in den Bereichen Sicherheit, Leistung und Regulierung anwendbar ist.

Partner des JIP sind derzeit BP, Clean Power Hydrogen, EDP, Elogen, Equinor, Frauenhofer-Gesellschaft, Green Hydrogen Systems, Industrie De Nora, ITM Linde Electrolysis, McPhy, NextChem, Nordex, Schaeffler Technologies, Shell, Siemens Gamesa, Siemens Energy, Sunfire, thyssenkrupp nucera. Das JIP startete am 16. Februar und ist bis Mitte April 2022 für weitere Partner offen.

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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.