Enttäuschendes Jahresende für deutsche Chemie

Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat das turbulente Geschäftsjahr 2015 mit einem ernüchternden Schlussquartal beendet. Das geht aus einem Bericht des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) hervor. Alle für die Branche wichtigen Kennzahlen zeigten zum Jahresende nach unten. Chemieproduktion und Erzeugerpreise gingen ebenso wie der Umsatz zurück. Das Chemiegeschäft im Inland litt dabei unter der schwachen Industrienachfrage, während sich im Außenhandel die nachlassende Wirtschaftsdynamik in China und den USA bemerkbar machte. Auf dem wichtigsten Auslandsmarkt Europa konnte die Branche hingegen ein leichtes Plus verbuchen. VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann sagte zur konjunkturellen Entwicklung der Branche: „Das vergangene Jahr ist hinter unseren Erwartungen geblieben. Auch 2016 ist wegen des geringen Industriewachstums nur mit einer schwach steigenden Nachfrage nach Chemikalien in Deutschland zu rechnen. Etwas positiver dürfte sich der Außenhandel entwickeln.
Insgesamt rechnen die Chemiebetriebe für die kommenden Monate nur mit einer leichten Belebung ihres Geschäfts.“

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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.