IperionX und Aperam für zirkuläre Titan-Lieferkette

IperionX und Aperam Recycling haben laut Pressemitteilung über ihr Unternehmen ELG Utica Alloys (ELG) eine Vereinbarung über ein Titanverarbeitungs- und Produktherstellungsprogramm unterzeichnet. Diese Partnerschaft solle die zirkuläre Titan-Lieferkettenlösung von IperionX demonstrieren, die Titanschrott in Titanprodukte für verschiedene Industrien verwandle.

Im Rahmen dieser Partnerschaft werde IperionX seine patentierten Titantechnologien einsetzen, um mehr als 10 Tonnen Titanschrott aus der Unterhaltungselektronik zur Herstellung einer Reihe von Titanprodukten aufzubereiten. IperionX werde nach Presseinformationen zunächst eine Tonne Titanschrott in Titanpulver umwandeln und dann eine Reihe von netznahen Titanformen für bestimmte Teile sowie Platten, Stangen und Drahtprodukte herstellen.

Aperam konzentriere sich auf die Förderung der Kreislaufwirtschaft und sei ein Anbieter von Edelstahl, Elektrostahl und Spezialstahl sowie von Recycling. ELG, Teil von Aperam Recycling, sei ein Spezialist für die Beschaffung und Verarbeitung von Titan, Edelstahl und Superlegierungen und verarbeite jährlich über 1 Million Tonnen Metall. Mit dieser Partnerschaft setze ELG Utica Alloys nach Unternehmensangaben seinen Weg fort, die Recyclingbemühungen in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, chemische Verarbeitung, Elektronik und Industrie zu verstärken.

Titan werde derzeit über weite Entfernungen aus Lieferketten mit Problemen bei der Rückverfolgbarkeit beschafft. Bei der Titanherstellung fielen große Mengen an Titanschrott an, z.B. Späne und Drehspäne, die häufig für den Ferro-Titan-Markt weiterverarbeitet würden. Die “End-to-End”-Lösung für die Titan-Lieferkette von IperionX könne neue Quellen für Titan-Rohstoffe erschließen, einschließlich Titanschrott und US-Titanmineralien, um die heimische Titanproduktion ins Ausland zu verlagern und kostengünstigere und nachhaltigere Titanprodukte herzustellen.

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Sonja Wingels
Sonja ist Redakteurin bei der Edelstahl Aktuell. Nach ihrem Studium der Psychologie an der HHU in Düsseldorf und selbstständiger Arbeit als Content Creator nutzt sie nun diese Erfahrungen, um zum Erfolg der Zeitung beizutragen und ihr Fachwissen in der Edelstahlbranche zu vertiefen.