Krach bei KSB

Im Aufsichtsrat des Pumpenherstellers KSB gibt es offenbar heftige Auseinandersetzungen über die Zukunft des Unternehmens. Wie die Fachzeitschrift „Chemie Technik“ berichtet, haben der Aufsichtsratschef Thomas Seeberg sowie die Aufsichtsräte Martin Auer und Stella Ahlers ihr Mandate niedergelegt. Die Aufsichtsräte begründeten ihre Entscheidung laut Chemie Technik mit „unterschiedlichen Auffassungen hinsichtlich der weiteren Ausrichtung des Unternehmens“, meldet KSB in Ad-Hoc-Mitteilungen. Seeberg und Auer werden offiziell zum 28. Februar ausscheiden, Ahlers will dem Gremium noch bis zum 20. März angehören. Mit der jüngsten Entscheidung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Aktiengesellschaft in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) umzuwandeln, verliert der KSB-Aufsichtsrat an Einfluss. Der Vorstand erhofft sich dadurch einen größeren finanziellen und operativen Handlungsspielraum. KSB leidet unter der schwachen Nachfrage, unter anderem aus dem Kraftwerkssektor, und hatte aufgrund sinkender Erlöse im vergangenen Jahr ein Sparprogramm angekündigt.
Vorheriger ArtikelSiemens baut Offshore-Windpark
Nächster ArtikelEmissionsrechtehandel: Stahlindustrie enttäuscht
Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.