Neue Anlage von RWE und Outokumpu optimiert Energieverbrauch

RWE Supply & Trading und Outokumpu haben im Oktober im Outokumpu Werk Krefeld eine neuartige Stromerzeugungs- sowie Speicheranlage in Betrieb genommen. Wie die beiden Unternehmen in einer aktuellen Pressemeldung mitteilten, helfe die neue Anlage das Stromnetz zu stabilisieren und das Flexibilitätspotenzial zu heben.  

Das Gemeinschaftsprojekt von RWE und Outokumpu besteht aus einem 3,3-Megawatt (MW)-Batteriespeicher, gekoppelt mit drei 1-MW-Gasmotoren. Konzipiert und errichtet wurde die Anlage laut Presseinformation von RWE. Auch den Betrieb übernehme RWE via Fernwartung. Im Gegenzug habe Outokumpu ihre Walzgerüste umgebaut. Beide Unternehmen werden sich über einen Zeitraum von zehn Jahren das Optimierungsergebnis teilen. 

In Spitzenzeiten, wenn die Walzgerüste in Krefeld mit hoher Auslastung laufen, habe das Outokumpu Werk einen besonders hohen Strombedarf. Diese sogenannten Lastspitzen erforderten ein Eingreifen des Netzbetreibers, der kurzfristig dafür sorgen müsse, dass der benötigte Strom zur Verfügung stehe. Hinzu komme, dass Outokumpu Strom zu Spitzenzeiten und damit relativ teuer einkaufen müsse. Die neue Anlage von RWE helfe dem Outokumpu Werk Krefeld nun, Stromkosten zu sparen und entlaste gleichzeitig das Netz. Die Kombination aus Batterien und gasbetriebenen Generatoren liefere nun den Strom in Spitzenzeiten. Eingriffe des Netzbetreibers würden vermieden.  

Damit Kombianlage und Walzgerüste optimal zusammenarbeiten, habe Outokumpu diese „energiemarkt-optimiert”. Die Anlage könne auch in Zeiten, in denen zu viel oder zu wenig Strom aus Erneuerbaren Energien am Strommarkt zur Verfügung stehe, zusätzlich Strom einspeisen oder die Produktion könne entsprechend angepasst werden. 

„Der Edelstahlmarkt ist hart umkämpft und sowohl für europäische als auch asiatische Anbieter attraktiv. Um den Produktionsstandort Deutschland in diesem schwierigen Marktumfeld langfristig wettbewerbsfähig zu halten, müssen wir unseren Energieverbrauch und unsere Kostenstruktur optimieren”, so Dr. Cem Kurutas, Geschäftsführer und VP Operations Krefeld. Einen wichtigen Baustein dazu liefere die Kooperation mit RWE und unterstütze so auch den Wirtschaftsstandort Deutschland wie auch die Energiewende. 

Vorheriger ArtikelKooperation von SMS group und Synhelion
Nächster ArtikelBosch investiert in Halbleiterstandorte
Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.