Outokumpu treibt die digitale Fertigung voran

Outokumpu beabsichtigt, sein größtes Werk in Tornio, Finnland, vollständig zu digitalisieren und es bis 2020 zum am meisten digitalisierten und kostengünstigsten Edelstahlbetrieb der Branche zu machen, so der Konzern in einer aktuellen Pressemeldung. Nach Tornio soll die digitale Fertigung auf die anderen internationalen Produktionseinheiten von Outokumpu ausgeweitet werden, heißt es weiter.
Mit der Digitalisierung des Tornio-Geschäfts zielt Outokumpu nach eigenen Angaben darauf ab, die Vorlaufzeiten für Kunden durch schrittweise Verbesserungen bei Zuverlässigkeit, Qualität und Lieferkettenmanagement erheblich zu verkürzen und bis zu 100.000 Tonnen freie Kapazität aus den vorhandenen Produktionsressourcen zu gewinnen. Die Tornio-Einheit sei bereits heute die größte, effizienteste und nachhaltigste Edelstahlfabrik in Europa und decke die gesamte Produktionskette, vom Bergbau und Schmelzen, Warm- und Kaltwalzen bis hin zum Veredeln anspruchsvoller Edelstahlprodukte ab, so der Konzern.
„Die Digitalisierung unserer globalen Produktionsbasis ist ein Kernelement der digitalen Transformation. Wir streben eine schrittweise Veränderung in der Herstellung von Edelstahl durch Prozessoptimierung auf Basis künstlicher Intelligenz, vorausschauende Wartung und Qualitätskontrolle an. Mit Microsoft haben wir eine Partnerschaft geschlossen, um einen neuen Maßstab für die Digitalisierung der Prozessindustrie zu setzen. Der Umbau unseres größten Werks in Tornio bis 2020 wird auch für die anschließende Digitalisierung unserer verbleibenden Werke den Grundstein für die Zukunft legen“, so Jan Hofmann, EVP – Business Transformation & IT von Outokumpu.

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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.