Shell strebt Einstellung der Rohölverarbeitung in Wesseling an

Beim Umbau der ehemaligen Shell Rheinland Raffinerie zum Energy and Chemicals Park Rheinland (Shell Rheinland) plant Shell nun in einem nächsten Schritt den Standort Wesseling rohölfrei zu machen. In einer aktuellen Pressemeldung informierte Shell über die Pläne, die Rohölverarbeitung am Standort Wesseling ab 2025 einzustellen. Die Rohöldestillation in Köln-Godorf bleibe in Betrieb.

Mit neuen oder umgewidmeten Anlagen solle künftig der Rohstoff Erdöl ersetzt werden. Für mehr CO2-freie oder -arme Produkte würden zunehmend Wasserstoff, zirkuläre Abfallstoffe sowie biogene Einsatzstoffe zum Einsatz kommen. Dafür sollen laut Presseinformation bestehende Anlagen abgebaut, neue geschaffen und vorhandene umgerüstet oder umgewidmet werden. Die Planungen für die Einstellung der Rohölverarbeitung befinden sich laut Shell noch am Anfang. Eine finale Investitionsentscheidung stehe noch aus.

Wie Shell weiterhin mitteilte, wurde bereits im Juli in Wesseling Europas größte PEM-Wasserstoff-Elektrolyse zur Herstellung von grünem Wasserstoff, REFHYNE, offiziell eingeweiht. Shell plane die Errichtung einer 100-MW-Elektrolyse-Anlage. Zusätzlich sei eine Bio-PTL-Anlage geplant, in der aus grünem Strom und Biomasse synthetische Flugkraftstoffe und Rohbenzin hergestellt werde. Beide Projekte befänden sich ein einem fortgeschrittenen Planungsstadium, stünden aber noch vor einer finalen Investitionsentscheidung. Für eine Anlage zur Herstellung von Bio-LNG für den Schwerlastverkehr sei die finale Investitionsentscheidung bereits getroffen worden.

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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.