thyssenkrupp trennt sich von Aufzugssparte

Nach monatelangem Tauziehen mit diversen potentiellen Investoren gab der Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp in einer aktuellen Pressemitteilung bekannt. Für insgesamt 17,2 Milliarden Euro wechselt demnach die Aufzugssparte den Besitzer, wie das Unternehmen mitteilt. Käufer ist ein Konsortium um die Finanzinvestoren Advent und Cinven und die Essener RAG-Stiftung. 1,25 Milliarden des Ertrages will der Konzern in eine Rückbeteiligung reinvestieren. Die Transaktion stehe unter dem Vorbehalt fusionskontrollrechtlicher Genehmigungen, man erwarte aber keine Bedenken der zuständigen Behörden, heißt es weiter.
Den Ruhrkonzern drücken Nettofinanzschulden von sieben Milliarden Euro und Pensionsverpflichtungen von neun Milliarden Euro. Thyssenkrupp hatte daher im vergangenen Jahr einen Börsengang oder Verkauf des Geschäfts angekündigt. Der Erlös soll nun komplett im Konzern bleiben und zur Entschuldung und zur Senkung der Strukturkosten genutzt werden, heißt es weiter. So sollen die Pensionsverpflichtungen des Unternehmens teilweise ausfinanziert werden. Die Entschuldungsmaßnahmen sollen es möglich machen, den Free Cashflow vor Ver- und Zukäufen binnen zwei Jahren positiv zu machen.
Die 53.000 Mitarbeiter von Thyssenkrupp Elevator machen rund ein Drittel aller Beschäftigten des  Gesamtkonzerns aus. Die IG Metall teilte mit, dass mit den künftigen Eigentümern eine Standort- und Beschäftigungssicherung vereinbart worden sei die bis mindestens bis zum 31. März 2027 laufe. Binnen dieser Laufzeit seien betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen, alle bestehenden Standorte in Deutschland blieben mit ihren wesentlichen Funktionen erhalten und sollten gestärkt werden.
Foto: thyssenkrupp
Vorheriger ArtikelRöntgen im doppelten Jubiläumsjahr: Strahlen im Dienst der Technik
Nächster Artikelwire und Tube verschoben
Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.