Voith: gute Auftragslage und bessere Profitabilität

Der Voith-Konzern zeigt sich laut eigenen Angaben nach Abschluss der ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres 2018/19 weiterhin „in robuster Verfassung“. Im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr hat sich das operative Ergebnis deutlich verbessert. Nach einem schwierigen Vorjahr konnte Voith Hydro seinen Auftragseingang verdoppeln, Voith Turbo verzeichnete einen Nachfragezuwachs um 7,5 Prozent.
Der Umsatz ist im ersten Halbjahr leicht gestiegen: Er summierte sich auf 2,07 Milliarden Euro, ein Plus von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis (EBIT) lag bei 76 Millionen Euro (Vorjahr: 70 Millionen Euro).
Bei Voith stand erneut auch der Ausbau der Systemwelt für die digitale Industrie im Fokus. So konnten weitere Akquisitionen abgeschlossen werden, um das Portfolio weiter zu digitalisieren.

Uneinheitliche Entwicklung

Voith Hydro verzeichnete mit 553 Millionen Euro einen Umsatz auf Niveau des Vorjahres (555 Millionen Euro). Der Auftragseingang konnte mit 761 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (380 Millionen Euro) verdoppelt werden, insbesondere aufgrund des bislang zweitgrößten Einzelauftrages in der Geschichte des Konzernbereiches für eines der weltweit größten Pumpspeicherkraftwerke, Snowy 2.0, in Australien.
„Im Papiermarkt ist nach zwei außerordentlich investitionsstarken Jahren die erwartete Normalisierung eingetreten“, so Voith. Der Auftragseingang von Voith Paper fiel mit 747 Millionen Euro im ersten Halbjahr des Berichtsjahres weiterhin zufriedenstellend aus, ging gegenüber dem Rekordwert im Vorjahreszeitraum jedoch um 37 Prozent zurück. Obwohl der Umsatz um 4,8 Prozent auf 821 Millionen Euro (Vorjahr: 862 Millionen Euro) fiel, konnte das EBIT auf 42 Millionen Euro (Vorjahr: 36 Millionen Euro) gesteigert werden.

Jahresprognose bekräftigt

Unverändert erwartet Voith für das Geschäftsjahr 2018/19 einen „spürbaren Zuwachs“ beim Auftragseingang. Dabei soll ein deutliches Wachstum bei Hydro die Beruhigung im Papiermaschinenmarkt mehr als kompensieren. Auch der Konzernbereich Turbo wird voraussichtlich zu dem Wachstum beitragen.

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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.