Wellpappenindustrie weiter unter Druck

Der Verband der Wellpappen-Industrie e.V. (VDW) befragte seine Mitglieder im Juni zur Marktlage. Dies gab der Verband anlässlich der Veröffentlichung der Befragungsergebnisse in einer Pressemitteilung bekannt. Demnach stehe die Wellpappenindustrie aufgrund hoher Papierpreise und schlechter Verfügbarkeit weiter unter Druck.

„Sämtliche an der Umfrage teilnehmenden VDW-Mitglieder beurteilen die aktuell für Wellpappenrohpapier anfallenden Preise im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt als sehr viel höher – diese Einigkeit der Angaben macht deutlich, welch massiven Druck die Branche insgesamt verspürt“, so Dr. Steffen P. Würth, Vorsitzender des VDW. Um eine genauere Einschätzung zum Ausmaß der Kostensteigerung gebeten, gaben rund 62 Prozent der Unternehmen an, die Kosten seien zum Befragungszeitpunkt im Vergleich zum Vorjahr um mindestens 40 Prozent in die Höhe geklettert.

Ebenfalls in Bedrängnis sehen sich die VDW-Mitgliedsunternehmen, wenn es um die Verfügbarkeit des wichtigsten Rohstoffes für ihre Verpackungen geht: Insgesamt beurteilt eine klare Mehrheit von rund 86 Prozent der Umfrageteilnehmer die aktuelle Verfügbarkeit von Wellpappenrohpapier als schlecht (rund 43 Prozent) oder sogar sehr schlecht (ebenfalls rund 43 Prozent). Nur etwa 14 Prozent stufen die Verfügbarkeit momentan noch als befriedigend ein.

Im Rahmen der Befragung hätten rund 38 Prozent der teilnehmenden Unternehmen Einschränkungen im mittleren Umfang bei Produktion und Lieferfähigkeit vermeldet. Etwa 24 Prozent verzeichneten sogar starke Probleme.

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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.