Sud Sivaji übernimmt Vorstandsvorsitz bei Aperam

Der internationale Edelstahl- und Spezialstahlhersteller Aperam hat einen Wechsel an der Unternehmensspitze vollzogen. Wie das Unternehmen mitteilte, hat Sud Sivaji zum 1. Januar 2026 offiziell die Funktion des Chief Executive Officer übernommen. Damit wurde der bereits im September 2025 eingeleitete Nachfolgeprozess abgeschlossen, der mit dem altersbedingten Ausscheiden von Tim di Maulo zum Ende des Jahres 2025 verbunden war.

Sud Sivaji war zuvor als Chief Financial Officer bei Aperam tätig. Er verfügt über rund 25 Jahre Erfahrung in den Bereichen Engineering, Lieferkettenmanagement und Finanzen. Seine industrielle Laufbahn umfasst Tätigkeiten in der Stahl-, Edelstahl- und Luftfahrtindustrie und bildet nach Angaben des Unternehmens eine Grundlage für die nächste Wachstumsphase von Aperam.

Mit dem Führungswechsel bekräftigt Aperam seine strategische Ausrichtung auf eine integrierte Wertschöpfung entlang verschiedener Materialsegmente. Dazu zählen nichtrostende und Elektrostähle ebenso wie Spezial- und Hochleistungslegierungen, Recyclingaktivitäten sowie erneuerbare Rohstoffe. Ziel sei es, über die reine Stahlproduktion hinaus Mehrwert entlang der gesamten Lieferkette zu schaffen.

Das Management betonte zudem die Bedeutung der weltweit rund 13.000 Mitarbeitenden, deren Werkstoffkompetenz, Innovationsfähigkeit und Zusammenarbeit als zentrale Erfolgsfaktoren gesehen werden. Ein wesentliches Merkmal von Aperam sei die integrierte Wertschöpfungskette, bei der die einzelnen Geschäftsbereiche eng verzahnt zusammenarbeiten.

Das erweiterte Führungsteam zur Unterstützung des neuen CEO ist nach Unternehmensangaben seit dem 1. Oktober 2025 im Amt. Mit der nun vollständig etablierten Führungsstruktur sieht sich Aperam gut aufgestellt, um die langfristige Unternehmensstrategie umzusetzen und Innovationen im Werkstoffbereich voranzutreiben. Die aktuelle Führungsstruktur ist auf der Unternehmenswebsite veröffentlicht.

Aperam ist weltweit in den Bereichen Edelstahl, Elektrostahl, Spezial- und Hochleistungslegierungen sowie Recycling tätig und beliefert Kunden in mehr als 40 Ländern. Das Unternehmen verfügt über eine Flachstahlkapazität von 2,5 Millionen Tonnen in Europa und Brasilien und betreibt ein globales Produktions-, Verarbeitungs- und Servicenetzwerk. Ein Schwerpunkt liegt auf der Herstellung von Edel- und Spezialstählen mit reduziertem CO₂-Fußabdruck sowie auf Recycling- und Kreislaufwirtschaftslösungen.

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Anett Leonhard
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