Meranti Green Steel hat für das erste Modul seines geplanten Green-HBI-Werks in der Sonderwirtschaftszone Duqm (Oman) eine vollständige Abnahmevereinbarung abgeschlossen. Die Offtake-Verträge decken die gesamte geplante Jahreskapazität von 2,5 Millionen Tonnen Hot Briquetted Iron (HBI) ab und markieren einen wichtigen kommerziellen Meilenstein auf dem Weg zur Investitionsentscheidung.
Zu den Abnehmern zählen thyssenkrupp Materials Trading, INTERFER Edelstahl und INTERFER Austria sowie Glencore. Ein Teil der Mengen ist zudem für das neue Stahlwerk von Meranti Green Steel im thailändischen Rayong vorgesehen, wo künftig grün gewalzter Bandstahl produziert werden soll. Parallel enthalten die Vereinbarungen Optionen für zusätzliche Volumina aus einem möglichen zweiten HBI-Modul in Oman.
Die regionale Verteilung der Lieferungen ist klar strukturiert: Thyssenkrupp Materials Trading beliefert vor allem Deutschland, Belgien und die Niederlande, INTERFER fokussiert sich auf Italien und Österreich, während Glencore weitere internationale Märkte bedient. Die langfristigen Abnahmeverträge bilden damit die wirtschaftliche Grundlage für das Projekt und unterstützen die angestrebte Final Investment Decision (FID) zur Jahresmitte 2026.
Das grüne HBI soll in Oman zunächst auf Basis von Erdgas und anteiligem Einsatz von grünem Wasserstoff hergestellt werden. Perspektivisch ist eine vollständige Umstellung auf Wasserstoff vorgesehen. Das Produkt richtet sich insbesondere an Elektrostahlwerke (EAF) und gilt als transportfähige, CO₂-reduzierte Eisenquelle. Meranti verweist dabei auf wettbewerbsfähige Energiekosten, Zugang zu erneuerbaren Energien und ein unterstützendes regulatorisches Umfeld in Oman.
Mit der gesicherten Abnahme positioniert sich Meranti Green Steel als strategischer Lieferant für CO₂-arme Eisenrohstoffe und stärkt zugleich die Versorgung europäischer Edelstahl- und Stahlhersteller mit klimafreundlichen Vormaterialien.

