Revert-Pulver aus der additiven Fertigung wird zu AM-fähigem Metallpulver aufbereitet
6K Additive und Siemens Energy haben eine globale, langfristige Liefervereinbarung geschlossen. Siemens Energy wird dabei verbrauchtes Nickellegierungspulver aus eigenen Additive-Manufacturing-Standorten an 6K Additive liefern. Das Material dient als Ausgangsstoff für die Herstellung neuer Metallpulver.
Das sogenannte Revert-Material – Nickel-basierte Superlegierungspulver – wird im firmeneigenen UniMelt®-Mikrowellenplasma-Prozess von 6K Additive zu additivfertigungstauglichem Metallpulver aufbereitet. Ziel der Zusammenarbeit ist es, hochwertige Legierungsmaterialien im Kreislauf zu führen und Ressourcen effizienter zu nutzen.
Nach Unternehmensangaben wurden bislang rund 20 Tonnen Nickel-Superlegierungspulver aus Siemens-Energy-Beständen verarbeitet. Das daraus erzeugte Pulver wird anschließend in den additiven Fertigungsmarkt geliefert.
6K Additive gibt an, dass das UniMelt-Verfahren zertifizierte Späne, Drehteile, Fräsreste sowie gebrauchtes AM-Pulver in neues, kugelförmiges Metallpulver umwandeln kann. Laut einer unternehmensbezogenen Lebenszyklusanalyse (LCA) soll der Prozess bei Nickel-basierten Legierungen Energieverbrauch und CO₂-Emissionen im Vergleich zu konventionellen Pulverherstellungsverfahren um mehr als 90 Prozent reduzieren.
Die Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen zielt darauf ab, Materialströme in der additiven Fertigung geschlossener zu gestalten und die Ressourceneffizienz innerhalb der Wertschöpfungskette für Hochleistungslegierungen zu erhöhen.

