CO₂-reduzierter Stahl soll ab 2026 für Außenhautteile und Batteriegehäuse eingesetzt werden
thyssenkrupp Steel wird ab 2026 bluemint® recycled an die BMW Group liefern. Das CO₂-reduzierte Stahlprodukt soll insbesondere für Außenhautteile, Innenbauteile sowie das Batteriegehäuse des BMW iX3 in der Serienproduktion eingesetzt werden.
bluemint® recycled weist laut Unternehmen identische Eigenschaften wie konventioneller Stahl auf und erfüllt höchste Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen, ohne dass Anpassungen in bestehenden Produktionsprozessen erforderlich sind. Der Werkstoff enthält einen hohen Anteil an Recyclingmaterial. Die CO₂-Einsparungen gegenüber konventionellem Stahl sind durch TÜV Süd verifiziert. Es handelt sich um ein massenbilanziertes Produkt, bei dem CO₂-Reduktionen rechnerisch anteilig einzelnen Produkten zugeordnet werden.
Für Außenhautteile – insbesondere sogenannte O5-Komponenten mit besonders hohen Oberflächenanforderungen – wird in der Automobilindustrie üblicherweise Primärstahl eingesetzt. bluemint® recycled wird im klassischen Hochofenprozess hergestellt, wobei ein Teil des Eisenerzes durch speziell aufbereiteten Schrott ersetzt wird. Dadurch sinken der Einsatz von Kokskohle und die CO₂-Emissionen, abhängig von Güte und Verarbeitung, ohne Einbußen bei Umformbarkeit oder Oberflächenqualität.
Auch beim Batteriegehäuse des BMW iX3 soll bluemint® recycled zum Einsatz kommen. Stahl bietet hier temperaturbeständige, nicht brennbare und mechanisch robuste Eigenschaften. Zudem ermöglicht er eine elektromagnetische Abschirmung.
bluemint® recycled ist Teil des Transformationspfads von thyssenkrupp Steel hin zu einer klimaneutralen Stahlproduktion. Geplant ist der Betrieb einer wasserstofffähigen Direktreduktionsanlage mit einer Kapazität von bis zu 2,5 Millionen Tonnen direkt reduziertem Eisen pro Jahr. Damit sollen CO₂-Emissionen um bis zu 3,5 Millionen Tonnen jährlich gesenkt werden. Spätestens bis 2045 soll die Produktion vollständig auf klimaneutrale bluemint®-Stähle umgestellt werden.

