Stahl aus Brasilien
ThyssenKrupp Steel will im kommenden Jahr in Brasilien für 3,7 Milliarden Euro ein Stahlwerk errichtet haben, dass jährlich 5 Millionen Tonnen Stahlblöcke für Deutschland und die USA produziert. Die sogenannten Brammen werden in Duisburg und Bochum und in Alabama weiterverarbeitet und veredelt, veröffentlichte das Unternehmen. Das Werk in Alabama wird noch errichtet und soll 2010 in Betrieb gehen. Kosten: 3,1 Milliarden Euro.
voestalpine wartet ab
Die österreichische voestalpine steht vor der Entscheidung, wo sie für sieben Milliarden Euro ihr Stahlwerk am Schwarzen Meer errichtet. Ganz oben auf der Liste stehen die Orte Odessa (Ukraine) und Konstanza (Rumänien), dahinter folgen Warna (Bulgarien) und ein Hafen in der Türkei. Wichtig sei die Frage nach der CO2-Politik und des Emissionshandels der EU, hieße es vom Konzern. Gegebenenfalls würde Rumänien seine Attraktivität als Standort verlieren.
Allianz mit Europas Grünen
Eine ungewöhnliche Allianz bahnt sich laut Medienberichten an: Europas Grüne planen mit der Stahlbranche ein gemeinsames Konzept zur Reduktion von Kohlendioxid und gegen die Abwanderung von Unternehmen. Der Gedanke, der dahinter steckt, ist folgender: Diejenigen, die umweltfreundlich produzieren, sollen belohnt werden, alle anderen müssen sich anstrengen. Voestalpine als „Musterkind“ käme dies zum Beispiel zu Gute. Mit 400 Kilogramm Emissionen je Tonne erzeugter Stahl steht voestalpine bestens da.
ArcelorMittal steigert Stahlproduktion
ArcelorMittal will, erklärte der Konzern, seine Stahllieferungen bis 2012 von 116 auf 153 Millionen Tonnen erhöhen. Parallel soll die Eisenerzproduktion auf 110 Millionen Tonnen steigen.
Posco strebt Beteiligung an
Der südkoreanische Stahlproduzent Posco will eine Beteiligung an dem australischen Kohleproduzenten Macarthur Coal erwerben. ArcelorMittal besitzt 15 Prozent an dem Unternehmen.
