EU genehmigt deutsches Förderprogramm zur Stärkung der Cleantech-Produktion

Neue Förderung soll industrielle Kapazitäten für Schlüsseltechnologien in Deutschland ausbauen

Die Europäische Kommission hat ein deutsches Förderprogramm zur Unterstützung der Produktion von Cleantech-Technologien genehmigt. Ziel ist es, industrielle Kapazitäten für strategische Zukunftsbranchen zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der Produktion in Deutschland zu erhöhen.

Das Programm richtet sich an Unternehmen, die in der Entwicklung und Produktion von Technologien für die Energiewende, Dekarbonisierung und digitale Transformation tätig sind. Dazu zählen unter anderem Anlagen und Komponenten für Wasserstoffwirtschaft, Batterie- und Speichertechnologien, erneuerbare Energien sowie energie- und ressourceneffiziente Fertigungsprozesse.

Mit der Genehmigung durch die Kommission ist Deutschland in der Lage, staatliche Fördermittel zielgerichtet einzusetzen, um Investitionen in Produktionskapazitäten, Fertigungsanlagen und industrielle Wertschöpfung auszubauen. Damit setzt das Land einen politischen Schwerpunkt in der Sicherung und Entwicklung industrieller Kompetenzen im globalen Wettbewerb.

Für die Stahl- und Edelstahlindustrie ergeben sich aus dem Paket mehrere Ansatzpunkte: Energieintensive Produktionsprozesse können durch Investitionen in Cleantech-Anwendungen effizienter und klimafreundlicher gestaltet werden, neue Produktsysteme wie Wasserstoff- oder Speicherlösungen bieten zusätzliche Absatzfelder, und die Modernisierung von Fertigungslinien kann über das Programm unterstützt werden.

Die Entscheidung der EU-Kommission zeigt, dass Produzenten in energie- und emissionsintensiven Branchen künftig auf Förderinstrumente für technologische Transformation und Kapazitätsaufbau zugreifen können. Das Programm ist Teil einer Reihe von Maßnahmen, mit denen die EU und ihre Mitgliedstaaten versuchen, industrielle Basisfertigung in Europa zu stärken.

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Anett Leonhard
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