Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT und das Lawrence Livermore National Laboratory haben eine internationale Zusammenarbeit im Rahmen des Forschungsprojekts ICONIC-FL aufgenommen. Ziel der Kooperation sei es, Hochleistungslasersysteme für die laserbasierte Trägheitsfusion weiterzuentwickeln und deren Eignung für einen kontinuierlichen Kraftwerksbetrieb zu untersuchen.
Im Projekt ICONIC-FL arbeiteten die beiden Forschungseinrichtungen an der Entwicklung und Validierung von Simulationsmodellen für leistungsstarke Fusionslaser. Diese Modelle sollen es ermöglichen, unterschiedliche Laserarchitekturen präzise zu vergleichen und zu optimieren. Ein besonderer Fokus liege dabei auf der Skalierung der Lasersysteme für hohe Wiederholraten, wie sie für einen späteren Dauerbetrieb in Fusionskraftwerken erforderlich wären.
Nach Angaben der Projektpartner adressiert die Zusammenarbeit zentrale technische Herausforderungen der Inertial Fusion Energy. Dazu gehörten unter anderem die Effizienz der Lasersysteme, deren thermische Stabilität sowie die Fähigkeit, hohe Schussfrequenzen von mehreren Impulsen pro Sekunde zuverlässig zu realisieren. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, laserbasierte Fusionskonzepte technologisch weiter voranzubringen.
Das Fraunhofer ILT bringt in das Projekt seine Expertise in der Entwicklung industrieller Hochleistungslaser und optischer Systeme ein. Das Lawrence Livermore National Laboratory verfügt über langjährige Erfahrung in der Fusionsforschung und im Betrieb großskaliger Lasersysteme. Durch den Abgleich und die Weiterentwicklung der jeweiligen Simulationsansätze solle eine gemeinsame technologische Basis für zukünftige Lasergenerationen geschaffen werden.
Mit ICONIC-FL verfolgen die Projektpartner das Ziel, die Voraussetzungen für eine industrielle Nutzung der lasergetriebenen Trägheitsfusion zu verbessern. Die Zusammenarbeit ist auf mehrere Jahre angelegt und versteht sich als Beitrag zur Weiterentwicklung energie- und fertigungstechnischer Schlüsseltechnologien.

