Die italienische Regierung hat am 5. Juni 2013 ein Dekret unterzeichnet und nimmt den italienischen Stahlproduzenten Ilva unter vorübergehende Verwaltung. Damit kann die Regierung das Unternehmen und die vorgeschriebenen Ausbesserungen des Werks kontrollieren. Das berichtet das US-Nachrichten-Unternehmen Platts. Die Regierung erhält volle Einsicht in das Anlagevermögen des Unternehmens, und die Eigner-Familie Riva hat kein Recht, auf die Unternehmensangelegenheiten Einfluss zu nehmen, da Ilva in blindem Vertrauen geführt wird. Der derzeitige Geschäftsführer wird der Unternehmensverwalter. Diese Regelung soll 36 Monate dauern. Nach Aussagen von Insidern hat diese Entscheidung der Branche eine gewisse Stabilität verliehen, denn seit einigen Tagen hielten sich Käufer mit Aufträgen zurück, da über die Zukunft von Ilva Ungewissheit bestand.
