thyssenkrupp Steel und die Salzgitter AG hätten sich auf Eckpunkte für eine neue Gesellschafterstruktur der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) verständigt. Demnach sei vorgesehen, dass die Salzgitter AG zum 1. Juni 2026 die bislang von thyssenkrupp Steel gehaltenen HKM-Anteile übernimmt und das Unternehmen künftig als alleinige Gesellschafterin weiterführt.
Die Salzgitter AG plane, HKM in verkleinertem Umfang fortzuführen. Die Brammenbelieferung an thyssenkrupp Steel solle bis Ende 2028 gesichert bleiben und damit früher enden als bislang vorgesehen. Über die finanziellen Details der Entflechtung sei Stillschweigen vereinbart worden.
Die Umsetzung der Vereinbarung stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien sowie einer positiven Bewertung eines Fortführungsgutachtens, das die Salzgitter AG bereits beauftragt habe. Zudem sei die Zustimmung des dritten Gesellschafters Vallourec S. A. erforderlich. Die Gespräche seien unter Vermittlung des ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch geführt worden.
Der Vorstandsvorsitzende der Salzgitter AG, Gunnar Groebler, habe erklärt, die Vereinbarung sei ein wichtiges Etappenziel und eröffne HKM eine industrielle Perspektive im Rahmen der CO₂-armen Transformation des Konzerns. Auch Marie Jaroni, CEO von thyssenkrupp Steel, habe die Einigung als Meilenstein für die weitere strategische Ausrichtung des Unternehmens bezeichnet.

