Schoeller, Hersteller längsnahtgeschweißter und gezogener Edelstahlrohre, hat gemeinsam mit seiner Tochtergesellschaft, der ID Ingenieure & Dienstleistungen GmbH, eine neue vollautomatisierte Ringrohrinnenwäsche erfolgreich in Betrieb genommen. Die Anlage steht laut aktueller Pressemitteilung von Schoeller für höchste technische Standards im Sondermaschinenbau und sei ein weiteres Beispiel für die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Unternehmen.
Die neue Anlage ermögliche eine vollständig automatisierte Innenreinigung von Ringrohren mit einem Innendurchmesser von 2 bis 16 mm und einer Länge von über mehreren hundert Metern. Damit werde ein neues Effizienzniveau erreicht. Die Reinigung entferne zuverlässig Schmierstoffe aus dem Ziehprozess von der Innenoberfläche der Rohre und kombiniere dabei eine chemische Hochdruckreinigung mit einer mechanischen Unterstützung durch spezielle Reinigungselemente. Über ein digitales Produktionssystem würden Reinigungsprogramme abmessungsabhängig automatisch ausgewählt und parametriert, gesteuert durch gescannte Barcodes und Datenbankabfragen. Dies sorge für reproduzierbare Ergebnisse, reduziere den manuellen Aufwand und steigere die Prozesssicherheit.
Die Entwicklung vereine die jahrzehntelange Erfahrung von Schoeller in der Edelstahlrohrproduktion mit der Engineering- und Fertigungskompetenz von ID. „Unsere gemeinsame Stärke liegt in der Kombination aus tiefem Prozessverständnis und innovativer Maschinenbaulösung – das macht uns nicht nur intern stark, sondern ist auch ein klarer Wettbewerbsvorteil am Markt“, so Markus Mertens, Leiter Industrial Engineering bei Schoeller.
Die ID Ingenieure & Dienstleistungen GmbH mit Sitz in Euskirchen ist spezialisiert auf den Bau individueller Maschinen- und Anlagenlösungen und bietet seine Leistungen auch für externe Kunden an. Für die neue Ringrohrinnenwäsche habe das Unternehmen wesentliche Aufgaben im mechanischen, elektrischen und softwareseitigen Anlagenbau übernommen.
Die neue Anlage punktet nach Unternehmensangaben mit präzisen Reinigungsergebnissen, einer hohen Anlagenverfügbarkeit und deutlich reduzierten manuellen Arbeitsschritten. Sie sei Teil einer strategischen Weiterentwicklung der Produktionsprozesse bei Schoeller und treibe zugleich die digitale Transformation im Maschinenpark der Schoeller-Gruppe voran.
„Wir sehen dieses Projekt nicht als Einzelfall, sondern als Blaupause für weitere gemeinsame Entwicklungen – sowohl für unseren eigenen Bedarf als auch für externe Kunden von ID“, so Tobias Butscheid, CEO von ID.