Die vom russischen Oligarchen Viktor Vekselberg beherrschte Renova kann ihren Plan, die Kontrolle über das Schweizer Stahlunternehmen Schmolz+Bickenbach AG (S+B AG) im Handstreich zu übernehmen, nicht umsetzen. Die Übernahmekommission (UEK) hat ein Gesuch von Renova und der mit ihr vertraglich verbundenen Hauptaktionärin von Schmolz+Bickenbach, der Schmolz+Bickenbach GmbH & Co. KG, Düsseldorf (KG), in vollem Umfange abgewiesen. Mit diesem Gesuch wollte Renova von der gesetzlichen Vorschrift befreit werden, beim Überschreiten der Beteiligungsschwelle von 33.3% an der S+B AG allen Aktionären ein Kaufangebot unterbreiten zu müssen. Dies hätte es Renova ermöglicht, die Macht bei Schmolz+Bickenbach zu übernehmen, ohne die Publikumsaktionäre dafür zu entschädigen. Der Verwaltungsrat der S+B AG begrüßt einstimmig den klaren Entscheid der UEK und weist den Versuch der Renova, das Unternehmen auf kaltem Weg unter Kontrolle zu bringen, entschieden zurück. Er ist überzeugt davon, dass die Zukunft des Unternehmens mit neuen, verlässlichen Investoren, mit einer angemessenen Kapitalerhöhung und mit dem neuen Management, das bereits messbare operative Erfolge aufweisen kann, sichergestellt ist.