Abwärme zu Strom in der Metallbearbeitung

Das Bundesumweltministerium fördert eine neue materialeffiziente Technologie zur Stahlumformung, bei der zusätzlich die Abwärme effizient in Strom umgewandelt werden kann. Die Hirschvogel Umformtechnik GmbH aus Denklingen in Bayern werde durch diese Anlagenmodernisierung jährlich bis zu 100 Megawattstunden Strom für weitere Prozessschritte aus Abwärme erzeugen, teilte das Bundesumweltministerium mit. Gleichzeitig werden Effizienzsteigerungen und geringerer Ausschuss erwartet, da die neue Anlage weniger anfällig für Schwingungen ist. Mit dem Vorhaben können zusätzlich zur Stromerzeugung jährlich 150 Tonnen Stahl sowie mehr als 730 Megawattstunden Strom eingespart werden. Daraus ergibt sich eine CO2-Minderung von bis zu 446 Tonnen pro Jahr. Im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung können darüber hinaus weitere Schadstoffe wie Methan, Schwefeldioxid und Stickoxide vermieden werden. Mit dem Umweltinnovationsprogramm werde die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert, heißt es weiter. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.
Vorheriger ArtikelANDRITZ liefert Kaltwalzwerk an Risse + Wilke
Nächster ArtikelStellenabbau bei General Motors
Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.