bp unterstützt Dekarbonisierung der Schifffahrt

Die Schifffahrt ist für die globale Wirtschaft ein wichtiges Rückgrat. Auf ihrem Kurs hin zu einer emissionsärmeren Zukunft will bp sie unterstützen und testet dazu eine Reihe neuer Technologien und Kraftstoffarten.

Jeden Tag kreuzen Tausende von Schiffen durch die Weltmeere und transportieren rund 90 Prozent der global gehandelten Waren. Auch zwei Drittel der Waren aus Deutschland verlassen das Land über den Seeweg. In den nächsten Jahren steht die Branche vor der Herausforderung, ihre Transformation hin zu NetZero voranzutreiben.

Gemeinsam Richtung NetZero

Für knapp drei Prozent der globalen Emissionen ist die Schifffahrt verantwortlich. Diese Emissionen zugunsten des Klimaschutzes zu reduzieren, sei auch für bp ein wichtiges Anliegen. Denn um selbst das Ziel zu erreichen, bis 2050 oder früher ein NetZero-Unternehmen zu werden, sei das Energieunternehmen auf einen emissionsärmeren Transport auf dem Wasser angewiesen. Täglich sind laut Unternehmensangaben rund 300 Schiffe für bp im Einsatz. Deshalb unterstütze das Unternehmen die Schifffahrt mit seiner Expertise.

Mehr Effizienz für die Schifffahrt

bp hat dazu sechs Ansatzpunkte identifiziert. Die ersten drei zahlen auf Energieeffizienz ein: Ein fortschrittliches Leistungsmanagementsystem (1) in Kombination mit hochentwickelten Sensoren (2) und an Magnetbändern befestigten Drop Kameras (3) zur Überwachung des Rumpfes soll eine optimale Überwachung sicherstellen. Echtzeitinformationen über den Kraftstoffverbrauch und die Kontrollsysteme des Schiffes werden gesammelt und an Land von einem Leistungsmanagementsystem ausgewertet. Die technischen Erkenntnisse helfen der Besatzung an Bord, energieeffiziente Entscheidungen zu treffen. Bereits 19 Schiffe, die für die bp Shipping im Einsatz sind, haben mittlerweile Sensoren, Kameras oder entsprechendes Equipment zur Datensammlung an Bord.

Biokraftstoffe – Drop-in Lösungen im Test

Neben technischen Komponenten stehen die Kraftstoffe im Blickpunkt. Durch Biokraftstoff (4) und dessen Beimischung zu herkömmlichem Kraftstoff können Schiffe ihre CO2-Emissionen senken. bp teste aktuell Drop-in Lösungen aus verschiedenen Quellen, wie etwa gebrauchtem Speiseöl. Auch aus Wasserstoff gewonnene Kraftstoffe können eine wichtige Rolle spielen. bp arbeite daran, die Versorgung mit einigen dieser kohlenstoffärmeren Alternativen aufzubauen – darunter Biomethanol und E-Methanol.

Weniger Wasserwiderstand, weniger Emissionen

Eine weitere Möglichkeit zur Emissionsreduktion ist es, den Wasserwiderstand am Rumpf zu reduzieren und somit den Kraftstoffverbrauch zu senken. Das gelingt mit Spezialbeschichtungen (5). Sie verhindern, dass sich Mikroorganismen auf dem Rumpf festsetzen und Widerstand verursachen. Im Rahmen des Flotteneffizienzprogramms erhält die gesamte Mariner-Schiffsklasse der bp laut Presseinformation seit November 2021 eine Behandlung mit diesen Beschichtungen – und zeige positive Effekte. Bei weiteren Schiffen beseitige eine proaktive Reinigung des Schiffsrumpfs (6) den Bewuchs mit Mikroorganismen. Diese Maßnahme allein kann laut bp helfen, bis zu sechs Prozent Emissionen einzusparen.

Eine weitere Technologie, um den Wasserwiderstand zu verringern, teste bp auf drei Flüssig-Erdgasschiffen (LNG). Ein „Luftblasen-Schmiersystem” bildet dabei unter dem Schiffsrumpf eine gleichmäßige Schicht aus Luftblasen. Für den Vortrieb des Schiffs braucht es so weniger Energie.

Partnerschaften sind Schlüssel

Neben diesen Ansätzen brauche es weitere innovative Ideen, um die Schifffahrt auf ihrem emissionsärmeren Kurs voranzubringen. Daran arbeite bp in einer Reihe von Partnerschaften und unterstütze auch die Forschung des Global Centre for Maritime Decarbonization. Damit trage das Energieunternehmen nicht nur zu ökologischen Zielen bei – auch die Zukunftsfähigkeit dieser für die gesamte Wirtschaft wichtigen Branche werde auf diese Weise unterstützt.

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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.