Wird Stahl knapp?
Lakshmi Mittal, der Vorstandsvorsitzende von ArcelorMittal, sieht die unmittelbare Gefahr einer Verknappung von Stahl auf dem Weltmarkt. Alle Stahlhersteller würden, so Mittal, an der Kapazitätsgrenze arbeiten. Die Stahlpreise steigen angesichts hoher Nachfrage der Schwellenländer auf dem Weltmarkt steil an. Heißgewalzter Stahl koste derzeit 1020 Dollar pro Tonne (Mai-Durchschnitt) nach 850 Dollar einen Monat zuvor. Seit Januar stiegen die Preise um 76 Prozent an, auf Jahressicht beträgt das Plus 86 Prozent.
Stahlwerk für Posco
Die Siemens AG baut für den koreanischen Stahlerzeuger Posco ein neues Stahlwerk am Standort Pohang, meldet das Unternehmen. Das Stahlwerk, das im ersten Quartal 2010 fertiggestellt werden soll, wird pro Jahr 4,65 Millionen Tonnen Kohlenstoff-, Legierungs- und Spezialstähle erzeugen können. Davon sollen rund 1,3 Millionen Tonnen auf einer zweisträngigen Brammenstranggießanlage vergossen werden, die zurzeit ebenfalls von Siemens geliefert wird.
Neuer Aufsichtsrat
Edelstahl bleibt stabil
Mit einer Erhöhung der Edelstahlproduktion dürfte aufgrund der sinkenden Nachfrage in den nächsten Monaten nicht zu rechnen sein, glauben Analysten. Die Produktion dürfte mit 28 Millionen Tonnen auf dem Niveau des Vorjahres bleiben.
Erhöhung durchgesetzt
Eine Verdoppelung der Eisenerzpreise dürfte der australische Bergbaukonzern Rio Tinto durchsetzen können, nachdem Nippon Steel, JFE Steel und Posco die Erhöhung akzeptiert haben. Die australischen Eisenerzproduzenten halten ihre Forderung wegen der deutlich geringeren Frachtkosten gegenüber Erzen aus Brasilien (Vale) für gerechtfertigt. Die Stahlkocher hatten mit Vale Aufschläge zwischen 65 und 71 Prozent vereinbart.
