Mittelstand bedroht
Vor allem die zumeist familiengeführten Mittelstandsbetriebe in der Metall- und Stahlverarbeitung haben unter den drastischen Preiserhöhungen zu leiden. Der Kostenschub von rund 50 Prozent bedeute eine Mehrbelastung von zwei Milliarden Euro, sagen Analysten voraus. Die 4600 Betriebe der Branche haben 2007 einen Umsatz von 81 Milliarden Euro erzielt.
Stappert kauft in Litauen
Der Düsseldorfer Edelstahlhändler Stappert Spezialstahl hat das litauische Handelsunternehmen Antera übernommen. Die Firma handelt mit rostfreien Blechen, Rohren und Stabstahl. Mit der Übernahme will sich Stappert in Osteuropa weiter verstärken. Das Unternehmen ist bereits Besitzer von Firmen in Ungarn, Tschechien, Slowakei und Polen.
Sauberer Stahl
Mehr Stahl, weniger Feinstaub, das ist die voestalpine-Bilanz nach Abschluss des Investitionsprogramms „Linz 2010“. Das Unternehmen erzeugt demnach ein Drittel mehr Stahl, aber zwei Drittel weniger Feinstaub, heißt es. Von 2000 (2001)an hat das Unternehmen die Belastung auf 500 Tonnen pro Jahr gesenkt.
CO2-Regelungen getroffen
Die Reaktionen der Stahlindustrie bezüglich der EU-weiten Regelungen zum CO2-Ausstoß zeigen Wirkung: Die Stahlerzeuger erarbeiten einen Vorschlag, wie der Handel von CO2-Zertifikaten geregelt werden könnte. Im Januar hatte die EU-Kommission den 27 Mitgliedsstaaten dargelegt, wie diese bis 2020 ihren Ausstoß verringern sollen. Nach ersten Verhandlungen könnten Ausnahmen für die energieintensive Industrie durchgesetzt werden und außerdem ein Benchmark-System installiert werden, dass sich an den Besten orientiert.
