Deutsche Maschinen in Russland gefragt

Im ersten Halbjahr 2010 stieg der Maschinenaußenhandel mit Russland im Vergleich zum Vorjahr um plus 4,1 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. „Traditionell bestehen bereits seit Jahrzehnten intensive deutsch-russische Beziehungen im Maschinenbau“, erklärte VDMA Präsident Dr. Manfred Wittenstein zum Auftakt der ITFM Industrial Trade Fair Moscow in der russischen Hauptstadt. 1993 lieferte die Branche lediglich Waren im Wert von 1,7 Milliarden Euro nach Russland. Im Boomjahr 2008 waren es dagegen bereits acht Milliarden Euro. „Die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise stoppten diesen Aufwärtstrend im letzten Jahr abrupt. Der heutige Messeauftakt findet jedoch zu einer Zeit statt, in der die geschäftlichen Beziehungen zwischen der Russischen Föderation und Deutschland wieder deutlich anziehen“, betonte Wittenstein. Gefragt sind vor allem Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, Bau- und Baustoffmaschinen, Werkzeugmaschinen, Allgemeine Lufttechnik und Fördertechnik. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau ist in Russland stark gefragt. Rund ein Viertel der russischen Maschinenimporte kommen aus Deutschland, gefolgt von Italien (11,4 Prozent), Kanada (9,6 Prozent) und USA (7,1 Prozent).  „Wir freuen uns, dass wir unsere Position als wichtigster Maschinenlieferant der russischen Wirtschaft trotz schwieriger globaler Rahmenbedingungen zuletzt sogar leicht ausbauen konnten“, sagte der VDMA Präsident. „Russland ist für unsere Industrie nicht nur der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt in Osteuropa, sondern inzwischen der fünftwichtigste Exportmarkt weltweit.“

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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.