Klöckner & Co zuversichtlich

Klöckner & Co gab in einer aktuellen Pressemitteilung bekannt, dass das operative Ergebnis (EBITDA) des Unternehmens im ersten Quartal 2020 mit 21 Millionen Euro innerhalb der prognostizierten Spanne von 20 bis 30 Millionen Euro lag. Dennoch war das Konzernergebnis mit -21 Millionen Euro  nach -10 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum rückläufig. 

Der Anteil des über digitale Kanäle erzielten Konzernumsatzes wurde mit stark zunehmender Geschwindigkeit um mehr als drei Prozentpunkte gegenüber dem vierten Quartal 2019 auf 35 % (Q1 2019: 27 %) gesteigert, heißt es weiter. Der Kloeckner Assistant, eine Applikation zur automatischen Bearbeitung eingehender Preisanfragen und Bestellungen, war zum Ende des ersten Quartals bereits bei über 500 Kunden in Europa und den USA im Einsatz.

Weitere Fortschritte erzielte Klöckner & Co auch bei der offenen Industrieplattform XOM Materials. Die Zahl der bei der Plattform unter Vertrag stehenden Händler und Kunden stieg im April auf insgesamt rund 70 bzw. rund 1.000. Dies entspricht jeweils mehr als einer Vervierfachung innerhalb eines Jahres. Zudem automatisiert die neue eProcurement-Lösung von XOM Materials seit Anfang April erfolgreich den Einkauf von Klöckner & Co. Noch im laufenden Jahr soll die Applikation an externe Unternehmen vermarktet werden, so das Unternehmen. 
:„Durch unsere weit fortgeschrittene Digitalisierung kommen wir jetzt besser durch die Krise und beschleunigen den Transformationsprozess. Unser Ziel ist ein Geschäftsmodell, in dem sämtliche Kernprozesse auf Basis Künstlicher Intelligenz nahezu vollständig automatisiert ablaufen“, so Gisbert Rühl, Vorsitzender des Vorstands der Klöckner & Co SE

Mit Blick auf das zweite Quartal erwartet Klöckner & Co gegenüber dem ersten Quartal 2020 einen erheblichen Rückgang bei Absatz und Umsatz. Vor diesem Hintergrund rechnet das Unternehmen mit einem negativen EBITDA-Betrag im niedrigen zweistelligen Millionen Euro Bereich, wobei der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wegen des reduzierten Net-Working-Capital-Bedarfs positiv ausfallen wird, heiß es weiter. 

Foto: Pixabay

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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.