Roboter inspizieren Edelstahlwerk

Der ANYmal Roboter bei seiner täglichen Sicherheitskontrollrunde im Outokumpu Werk in Krefeld. Foto: Outokumpu

Outokumpu ist nach eigenen Angaben das erste Unternehmen in der Stahlindustrie, das Robotik im Sicherheitsmanagement einsetzt – und damit das Ziel unterstützt, bis 2025 die niedrigste Unfallhäufigkeitsrate in der Branche zu erreichen.

Outokumpu, Marktführer in der Edelstahlbranche, setzt ab sofort künstliche Intelligenz (KI) und Roboter für die Sicherheitsinspektion ein, um die Überwachung von Gesundheit und Sicherheit an den Unternehmensstandorten zu verbessern und zu digitalisieren. Dazu hat Outokumpu vor Kurzem eine Vereinbarung mit dem Schweizer Robotik-Unternehmen ANYbotics zu autonomen Roboterlösungen unterzeichnet. Im Juni 2023 ist der erste ANYmal Roboter am Outokumpu Standort in Krefeld eingetroffen.

Die ANYmal Roboter unterstützen die ambitionierte Sicherheitsstrategie und das Ziel von Outokumpu, das sicherste Arbeitsumfeld in der Stahlindustrie zu schaffen. Für 2023 bedeutet dies ein Ziel von weniger als 1,8 meldepflichtigen Verletzungen pro 1 Million Arbeitsstunden.

Präventive Instandhaltung

„Der Einsatz von KI und Robotern im Sicherheitsmanagement ist einer der Eckpfeiler unserer Sicherheitsstrategie. Mithilfe der Robotertechnologie von ANYbotics können wir unsere Sicherheit erhöhen, indem wir die Exposition unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber gefährlichen Substanzen und Umgebungen reduzieren, die Produktion durch präventive Instandhaltung optimieren und die Auswirkungen auf die Umwelt verringern. 2022 haben wir begonnen, die Möglichkeiten für den Einsatz von KI im Sicherheitsmanagement zu prüfen. Sicherheitsroboter haben sich als die beste Alternative und ANYbotics als der beste Robotik-Lieferant herausgestellt. Wir freuen uns, mit ANYbotics zusammenzuarbeiten, um unsere Reise zu noch mehr Sicherheit zu unterstützen“, sagt Thorsten Piniek, Vice President, Health & Safety bei Outokumpu.
ANYbotics entwickelt seit 2016 integrierte Robotik-Lösungen, die die Arbeitsbedingungen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbessern, die Produktivität steigern und eine nachhaltigere Industrieunterstützen.

Besondere Herausforderungen

„Outokumpu ist ein ausgezeichneter Partner, um den Einsatz von ANYmal im Metallsektor voranzutreiben. Der Standort von Outokumpu in Krefeld stellt besondere Herausforderungen im Umgang mit seinen schwierigen Umgebungsbedingungen und gefährlichen Substanzen, wo der Roboter seine industrielle Robustheit, Autonomie und End-to-End-Integration unter Beweis stellen kann“, sagt Luca Niccolini, Lead Metals bei ANYbotics.

Outokumpu hat den ersten Roboter am Standort Krefeld im Einsatz. Die Testphase wird im zweiten Halbjahr 2023 auf die Standorte in Finnland und Schweden ausgeweitet, wo insgesamt drei ANYmal Roboter eingesetzt werden sollen. Outokumpu schätzt, dass durch die Übertragung von Inspektionsaufgaben an Roboter die Exposition der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber gefährlichen Substanzen um mehr als 80 Prozent und potenziell gefährliche Reparaturarbeiten im Rahmen der Instandhaltung um 20 Prozent reduziert werden können.

Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.

Über den Artikel der Woche

Jede Woche beleuchten wir im Artikel der Woche ein spannendes Thema für die Edelstahlbranche. Weitere Artikel finden Sie auch in unserer Zeitschrift Edelstahl Aktuell. Um diese und viele weitere Artikel (fast) monatlich zu lesen, abonnieren Sie unsere Zeitschrift (erhältlich in Print und digital).

Möchten Sie als Autor mitwirken? Bitte kontaktieren Sie Catrin Senger.

Jede Woche teilen wir einen neuen Artikel mit unserer Edelstahl Community. Machen Sie mit und lassen Sie uns Ihren Artikel auf Edelstahl Aktuell online und in gedruckter Form veröffentlichen.

Vorheriger ArtikelSW: Kai Pieronczyk folgt auf Markus Schmolz
Nächster ArtikelEdelstahlwerk mit überzeugenden Daten