Rolle rückwärts: VDM und AST zu ThyssenKrupp

Paukenschlag: ThyssenKrupp erhält VDM und das Edelstahlwerk Acciai Speciali Terni (AST) von Outokumpu zurück. Einen entsprechenden Vertrag haben die beiden Unternehmen am Freitag unterzeichnet. Gleichzeitig beenden ThyssenKrupp und Outokumpu ihre gegenseitige finanzielle Verflechtung. Das gaben die beiden Konzerne am Freitagabend mit.
Bis zur Vertragsunterzeichnung galt ein Konsortium aus Aperam, Averdi und Marcegaglia als aussichtsreichster Kandidat für die Übernahme des Edelstahlwerks im italienischen Terni.
Der überraschende Deal beinhaltet folgende Regelungen: ThyssenKrupp erhält 100 Prozent der Anteile an VDM, der AST sowie einiger Aktivitäten im Bereich Edelstahl-Service-Center. Im Gegenzug gilt der Kredit in Höhe von einer Milliarde Euro, den ThyssenKrupp Outokumpu im Rahmen der Inoxum-Übernahme gewährt hatte, als getilgt. Zudem trennt sich ThyssenKrupp vollständig von dem 29,9-prozentigen Anteil, den der Konzern an Outokumpu hält.
„ThyssenKrupp wird die Unternehmen VDM und AST zunächst weiterentwickeln und sich die erforderliche Zeit für eine gute Lösung nehmen“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. „Mit dem Transfer wird Outokumpu die Möglichkeit geboten, die Auflagen der EU-Kommission aus der Inoxum-Transaktion wertschonend zu erfüllen. Gleichzeitig nimmt ThyssenKrupp seine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern ernst, indem die Voraussetzungen für eine tragfähige Refinanzierung von Outokumpu geschaffen werden“, hieß es weiter. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden sowie der Mitwirkung und Zustimmung der Aktionäre, Banken und Gläubiger zum Gesamtkonzept.

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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.