Rolls-Royce: Investitionen in Kapazitäten für Großtriebwerke

Rolls-Royce hat heute Investitionen in seine Montage-, Test- und Servicekapazitäten in Großbritannien und Deutschland angekündigt, um dem wachsenden langfristigen Bedarf an neuen zivilen Großtriebwerken gerecht zu werden und die Kundenbetreuung für seine weltweite Trent-Triebwerksflotte weiter zu verbessern.

Rolls-Royce erwartet laut Pressemitteilung für den Rest dieses Jahrzehnts ein jährliches Wachstum der weltweiten Flugzeugflotte mit Rolls-Royce Antrieben von 7 – 9 Prozent und prognostiziert einen mittelfristigen Anstieg der Flugstunden dieser Triebwerke auf 120 – 130 Prozent, verglichen mit dem Stand von 2019.

Um sich auf dieses Wachstum vorzubereiten, stelle Rolls-Royce insgesamt mehr als 300 Mitarbeiter im Montage-Bereich ein und investiere 55 Millionen britische Pfund an den beiden Standorten Derby in Großbritannien und Dahlewitz bei Berlin. Circa die Hälfte der Investitionen und etwa ein Drittel der neuen Arbeitsplätze werden am Standort Dahlewitz geschaffen.

Die Investitionen umfassen:
  • Ausbau der Triebwerkskapazitäten in Derby, um ab 2025 über 40 % mehr Neubautriebwerke pro Jahr ausliefern zu können (verglichen mit den durchschnittlichen Auslieferungen der letzten 10 Jahre) und Ausbau der Servicekapazität.
  • Nutzung der bereits vorhandenen Testkapazitäten für zivile Großtriebwerke in Dahlewitz, um den kurzfristigen Bedarf im MRO-Bereich zu decken, bevor 2026 mit Montage und Test neuer Triebwerke vom Typ Trent XWB-84 begonnen wird.

Diese Investitionen folgen nach Unternehmensangaben auf die Ankündigung vom letzten Monat, 1 Milliarde britische Pfund in ein kontinuierliches Verbesserungsprogramm für die Trent-Triebwerksfamilie zu investieren. „Wir sind bereit, unser kontinuierliches Wachstum im Markt der Großraum-Langstreckenflugzeuge zu unterstützen und unseren Kunden eine noch höhere Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz zu bieten“, so Rob Watson, Präsident von Civil Aerospace, Rolls-Royce.

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Sonja ist Redakteurin bei der Edelstahl Aktuell. Nach ihrem Studium der Psychologie an der HHU in Düsseldorf und selbstständiger Arbeit als Content Creator nutzt sie nun diese Erfahrungen, um zum Erfolg der Zeitung beizutragen und ihr Fachwissen in der Edelstahlbranche zu vertiefen.