Schrottbranche vor gravierenden Änderungen

Sebastian Will, Stellvertretender Vorsitzender des bvse-Fachverbandes Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling sieht für das Geschäftsjahr 2013 „gravierende Veränderungen” auf die Schrottwirtschaft zukommen. Es deute sich an, so Will, dass einige etablierte Player, deren Stern im Sinken sei, zurückstecken müssen und in Folge werden nach seiner Einschätzung „neue Große“ entstehen. Eine ähnliche Entwicklung könnte auch auf der Abnehmerseite eintreten. Darüber hinaus habe sich seit 2012 das klassische West-Ost-Gefälle im Markt deutlich verschoben. Unterschätzt werde nach seiner Meinung, dass das Schrottaufkommen der privaten Haushalte eine wichtige Rolle im Rahmen des Gesamtschrottaufkommens spiele. Die meisten „Schätze“ der privaten Haushalte seien inzwischen gehoben. Die Generation der Leute, die nach dem Krieg alles gesammelt und aufgehoben habe, sterbe aus und jeder Keller und jede Scheune könne nur einmal ausgeräumt werden. Außerdem werde, nach Einschätzung Wills, das industrielle Schrottaufkommen aufgrund geringerer Auslastungen der Produktionsbetriebe deutlich zurückgehen.
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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.