Alleima erwirbt Endosmart

Als weiteren Schritt zur Stärkung der Position im medizinischen Segment hat Alleima eine Vereinbarung zur Übernahme der Endosmart Gesellschaft für Medizintechnik GmbH (Endosmart) unterzeichnet, einem in Deutschland ansässigen Hersteller von medizinischen Instrumenten, Implantaten und Komponenten aus der Formgedächtnislegierung Nitinol. Das Produktangebot umfasst Nierensteinfangkörbe und -schlingen, Brustkrebstumormarker sowie chirurgische Instrumente.

Endosmart bietet Medizintechnikunternehmen Produkte und Dienstleistungen an, vor allem in den Bereichen Urologie, Onkologie, Kardiologie sowie Instrumente für orthopädische und vaskuläre Anwendungen. Das Unternehmen werde innerhalb der Kanthal-Division von Alleima ausgewiesen.

„Unsere Strategie ist auf profitables Wachstum ausgerichtet, und wir sehen ein großes Potenzial in der Medizinbranche, die sich durch hohes Wachstum und stabile Erträge auszeichnet. Die Übernahme von Endosmart erweitert unsere Fähigkeiten und vergrößert unseren derzeit adressierbaren Markt durch neue Produkte und Materialien. Wir freuen uns darauf, Endosmart bei Alleima willkommen zu heißen”, so Göran Björkman, Präsident und CEO von Alleima.

Mit komplementären Materialtechnologien und Endosmarts Fachwissen und Fähigkeiten bei der Verarbeitung von Nitinol ermögliche die Übernahme eine zukunftsweisende Integration in die Wertschöpfungskette der medizinischen Industrie. Das Produkt- und Dienstleistungsangebot, die Zertifizierungen und der bestehende Kundenstamm von Endosmart erweiterterten den derzeit adressierbaren Markt für Alleima. Die kombinierte Expertise und Präsenz werde die weitere Produktentwicklung und die geografische Expansion durch Cross-Sales zwischen den Produktportfolios und Regionen vorantreiben sowie Möglichkeiten der gemeinsamen Nutzung von Produktions- und Anwendungskapazitäten eröffnen.

„Wir haben eine langfristige strategische Verpflichtung, unser Geschäft im Bereich Medizintechnik auszubauen. Mit der Übernahme von Endosmart werden wir unser Angebot an medizinischen Drähten und Komponenten weiter ausbauen und gleichzeitig unsere Forschungs- und Entwicklungskapazitäten erweitern, um neue, einzigartige Lösungen zu entwickeln und anzubieten”, so Gary Davies, Leiter der Geschäftseinheit Medical bei Kanthal.

Endosmart wurde 2002 gegründet, beschäftigt laut Presseinformation mehr als 90 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in Karlsruhe, Deutschland. Über den Kaufpreis sei von den Parteien Stillschweigen vereinbart worden. Die Transaktion soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein und unterliege den üblichen Genehmigungen.

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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.