Baubeginn für das Skarv-Satellitenprojekt in Sandnessjøen

Am Dienstag, den 29. August, haben Aker BP, Aker Solutions und Subsea 7 in den Werkstatthallen von Aker Solutions in Sandnessjøen die Produktionsarbeiten an der ersten von drei Meeresbodeninstallationen (Subsea Manifolds) für das Skarv Satellite Project (SSP) aufgenommen.

Dieser Schritt wurde gemeinsam mit einer Reihe von Mitarbeitern des Betreibers Aker BP und der Partner der Subsea Alliance (Aker Solutions und Subsea 7) sowie der Modification Alliance (Aker BP und Aker Solutions) gefeiert. Die Modification Alliance werde umfassende Modifikationen am Skarv-Förderschiff vornehmen, damit es die Produktion aus den Satellitenprojekten aufnehmen kann.

Der Entwicklungs- und Betriebsplan (Plan for Development and Operation, kurz PDO) für die drei von Aker BP betriebenen Erschließungen wurde im Dezember letzten Jahres beim norwegischen Ministerium für Erdöl und Energie eingereicht und im Juni dieses Jahres genehmigt.

Das Skarv-Satellitenprojekt habe eine hohe Rentabilität und werde eine längere Lebensdauer des Skarv-Förderschiffs gewährleisten. Das Projekt sei zudem eine direkte Reaktion auf das vor drei Jahren vom Storting (norwegisches Parlament) verabschiedete Konjunkturpaket. Ziel war es, in einer Zeit, die durch die Pandemie, rekordtiefe Ölpreise und einen starken Rückgang der Investitionen gekennzeichnet war, die wirtschaftliche Aktivität zu sichern, Arbeitsplätze zu erhalten, Kompetenzen und Fähigkeiten zu fördern und die Industrie weiterzuentwickeln.

Skarv-Satellitenprojekt

Das Skarv-Satellitenprojekt (SSP) ist laut Presseinformation die mit Abstand größte Erschließung der letzten Jahre in der Norwegischen See und umfasst die Gas- und Kondensatfunde Alve Nord, Idun Nord und Ørn. Jede der Erschließungen bestehe aus einer Unterwasserschablone mit vier Bohrlöchern und zwei Bohrungen, die an das Skarv-Produktionsschiff (Floating Production Storage and Offloading Unit, kurz FPSO) im nördlichen Teil der Norwegischen See angeschlossen sind.

Die förderbaren Ressourcen der drei Erschließungen belaufen sich auf rund 120 Millionen Barrel Öläquivalent, hauptsächlich Gas. Die Aufnahme der Produktion sei für das dritte Quartal 2027 geplant.

Die Erschließung der drei Vorkommen werde von einem einheitlichen Projektteam koordiniert, um die Kosten durch die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur zu senken und Synergieeffekte bei den Lieferungen zu erzielen.

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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.