BMU warnt vor kontaminiertem Edelstahl

Auf der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt/Main haben die Zollbehörden an zwei Ständen indischer Aussteller Gegenstände (Teller und Schalen) aus Edelstahl entdeckt, die eine hohe Kontamination aufwiesen. Das berichtet der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. unter Bezugnahme auf die Bundesaufsicht für Strahlenschutz. Demnach informierte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit am 14.Februar 2012 darüber, dass vier Tage zuvor, am 10. Februar, insgesamt elf Gegenstände mit einer Gesamtmasse von 6,1 kg entdeckt wurden, die als Ausstellungsstücke auf die Messe gelangten.
Die Gegenstände gemäß beigefügter Anlage seien sichergestellt worden. Eine strahlenschutztechnische Überprüfung durch das Land Hessen habe ergeben, dass die Gegenstände mit Kobalt 60 (Co 60) kontaminiert sind und spezifische Aktivitäten von 3.500 bis 3.900 Bq/g aufweisen. Diese Werte lägen deutlich über der Freigrenze für Co 60 von 10 Bq/g nach Anlage III Tab. 1 Spalte 3 StrlSchV.

Das hessische Landeskriminalamt habe Ermittlungen aufgenommen.

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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.