Endress+Hauser: Licht und Schatten

Endress+Hauser hat eigenen Angaben zufolge für 2015 eine solide Bilanz vorgelegt. Dennoch meldet der Spezialist für Mess- und Automatisierungstechnik, dass er nicht zufrieden mit dem Geschäftsverlauf sei. In lokalen Währungen konnte die Schweizer Firmengruppe den Umsatz kaum steigern; Währungseffekte belasten zudem den Gewinn. Der konsolidierte Umsatz der Firmengruppe stieg 2015 um 6,5 Prozent auf über 2,1 Milliarden Euro. Wie Chief Financial Officer Dr. Luc Schultheiss ausführte, war das Wachstum von Wechselkurseffekten getrieben. „In lokalen Währungen haben wir die Verkäufe lediglich um 0,7 Prozent gesteigert.“ In Schweizer Franken, der eigentlichen Berichtswährung der Dachgesellschaft, sank der Umsatz sogar um 6,6 Prozent. Als Folge überproportional gewachsener Kosten gab das Betriebsergebnis (EBIT) der Gruppe um 6,3 Prozent auf 251,3 Millionen Euro nach. Trotz etwas niedrigerer Steuerquote ging auch das Ergebnis nach Steuern um 14,1 Prozent auf 164,7 Millionen Euro zurück. Die Umsatzrendite (ROS) gab um 2,7 Punkte auf 10,9 Prozent nach. Unbeeinträchtigt sei die Finanzkraft, so das Unternehmen Flüssigen Mitteln von 382,7 Millionen Euro stehen demnach Bankdarlehen von 7,8 Millionen Euro gegenüber. Die Eigenkapitalquote stieg um 4,7 Punkte auf 73,0 Prozent.

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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.