GETEC übernimmt Life-Science-Park Rheintal in Stein

Der Energiedienstleister und Industrieparkbetreiber GETEC übernimmt alle Immobilien, infrastrukturbezogenen Vermögenswerte und Dienstleistungen des im schweizerischen Stein (Kanton Aargau) gelegenen Life-Science-Park Rheintal. In einer aktuellen Pressemitteilung gab das Unternehmen bekannt, den Park und ungenutzte Arealflächen professionell weiterentwickeln zu wollen. Novartis werde weiterhin als größter Mieter des Life-Science-Parks erhalten bleiben. Diese bedeutende Akquisition unterstreiche die Stärkung und den Ausbau globaler Partnerschaften und die Festigung einer europaweiten Präsenz von GETEC.

Der im Kanton Aargau gelegene Life- Science-Park Rheintal ist laut Unternehmensaussage ein renommierter Hub für Forschung, Entwicklung und Innovation im Bereich Life Sciences und Gesundheitswesen. Mit hochmodernen Einrichtungen und einer herausragenden Expertise habe der Park internationale Anerkennung erlangt. Der Life-Science-Park Rheintal werde neben dem in Muttenz (Kanton Baselland) gelegenen GETEC PARK.SWISS bereits der zweite von GETEC betriebene Industriepark in der Schweiz sein. Zu den finanziellen Einzelheiten der Transaktion sei zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart.

Im Zuge der Internationalisierungsstrategie der GETEC Group stelle der Erwerb des Life-Science-Parks einen wichtigen Meilenstein dar. „Die Übernahme des Parks ist für GETEC ein wichtiger unternehmensstrategischer Schritt. Wir verstärken damit unsere Aktivitäten auf dem europäischen Markt und bauen unsere Kompetenzen für die Chemie- und Pharmaindustrie erheblich aus. Novartis hat im Life-Science-Park Rheintal einen Top-Industriestandort geschaffen und hier neben wichtigen eigenen Aktivitäten namhafte Unternehmen angesiedelt. Diese erfolgreiche Entwicklung möchten wir weiterführen und ausbauen“, so Pierre-Alain Graf, CEO der GETEC Group.

Für die angesiedelten Firmen biete der Park umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Gebäudemanagement, Energieversorgung, Engineering, Wartung, Logistik sowie umweltgerechte Abwasserreinigung und Abfallentsorgung. Dabei spielen Qualität, wettbewerbsfähige Kosten und Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle. Der Life-Science Park Rheintal werde aufgrund der Vielzahl von grünen Energie- und Infrastrukturdienstleistungen zu einem erstklassigen Standort für internationale Unternehmen entwickelt werden. GETEC unterstütze dabei nicht nur die angesiedelten Unternehmen der Pharma- und Chemiebranche bei der Reduzierung ihres Carbon-Footprints, sondern auch den Kanton bei der Erreichung seiner Klimaziele. GETEC werde den Standort zu einem umweltbewussten Kompetenzcluster mit einem klaren Commitment zu nachhaltigem und zugleich wirtschaftlichem Handeln entwickeln.

„Die steigende Komplexität anspruchsvoller ESG-Ziele, einer zuverlässigen Energieversorgung und gesetzlicher Regelungen insbesondere bei den Utilities ist eine der drängendsten Herausforderungen für die Industrie. Diese übernehmen wir, damit unsere Kunden sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren können. Im Life-Science-Park Rheintal können wir in einer der attraktivsten Life Science Regionen der Welt unser gesamtes Know-how in den Bereichen Energiemanagement, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Finanzierung und Wirtschaftlichkeit ganzheitlich umsetzen und so einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region und unserer Kunden leisten“, so Urs Zimmerli, CEO der GETEC Plattform Schweiz.

Novartis werde als größter Mieter weiterhin Medikamente und Therapien auf dem Gelände des Life-Science-Parks Rheintal herstellen. Im Rahmen der Transaktion plane Novartis, Immobilien sowie infrastrukturbezogene Vermögenswerte und Dienstleistungen bis zum Ende des 4. Quartals 2023 an GETEC vollständig zu übertragen. Im Zusammenhang mit der Transaktion werden voraussichtlich 25 Mitarbeitende von Novartis im Bereich Dienstleistungen und Infrastruktur an GETEC übergehen.

Der Standort biete ein ideales innovatives Umfeld, Zugang zu hochqualifizierten Mitarbeitenden aus der Region und große Ausbaureserven. Insgesamt sind laut Presseinformation auf dem Gelände knapp 2.000 Mitarbeitende von Pharma- und Biotechnologie-Unternehmen in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Produktion beschäftigt. Neben Novartis sind der Chemie- und Pharmakonzern Lonza und das internationale Biotechnologie-Unternehmen Celonic im Park ansässig. Rund ein Drittel der Fläche des 2021 gegründeten Life-Science-Park Rheintal sei zurzeit ungenutzt.

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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.