IfW: Deutschland vor Hochkonjunktur

Positive Prognose: Die Konjunkturforscher des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel haben ihre Frühjahrsprognose vorgestellt. „Deutschland lebt derzeit auf der Sonnenseite der Konjunktur“, fasst Prof. Dr. Stefan Kooths, Leiter des Prognosezentrums, die Ergeb¬nisse für Deutschland zusammen. Demnach nimmt die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 1,8 Prozent zu; im nächsten Jahr dürfte die Expansion mit 2,0 Prozent noch etwas stärker sein. Stimuliert werde die Konjunktur in der ersten Hälfte des Prognosezeitraums maßgeblich durch Konsumausgaben und Wohnungsbauinvestitionen der privaten Haushalte. Anders als zuweilen diskutiert, sind die niedrigen Inflationsraten kein Hemmschuh, sondern ihrerseits ein Treiber der privaten Konsumausgaben. Sie erhöhen das real verfügbare Einkommen und tragen neben der robusten Arbeitsmarktlage und den deutlich höheren Sozialleistungen dazu bei, dass die privaten Konsumausgaben mit einer Rate von 2,7 Prozent in diesem Jahr so kräftig steigen dürften wie seit 1992 nicht mehr. Im nächsten Jahr dürften die Unternehmensinvestitionen zur zweiten Säule des Aufschwungs erstarkt sein.

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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.