Outokumpu fördert Kreislaufwirtschaft

Outokumpu will das Recycling von Edelstahl weiter steigern. Foto: Outokumpu

Outokumpu startet eine neue Initiative, Outokumpu Inner Circle, zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft in Europa. Die Initiative wurde jüngst auf der World Circular Economy in Helsinki, Finnland, vorgestellt. „Die Inner Circle-Initiative wird Transparenz in die Lieferketten bringen und den Weg von Edelstahl zu verwertbarem Schrott und von Schrott zu einer immer nachhaltigeren Edelstahlproduktion ebnen – und so letztlich einen geschlossenen Kreislauf für Stahlschrott schaffen“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Unternehmens. Diese Initiative ist den Angaben zufolge die erste ihrer Art in der Branche.

„Die Kreislaufwirtschaft ist ein entscheidendes Element der nachhaltigen Edelstahlproduktion. Mit der Inner Circle-Initiative bringen wir unsere Kunden und Schrottlieferanten zusammen, um eine effiziente, transparente und nachhaltige Lieferkette für Stahlschrott zu gewährleisten. Letztendlich ist es unsere Vision, einen sichtbaren Kreislauf für Stahl zu schaffen – ein einzigartiges Beispiel für gelebte Kreislaufwirtschaft”, erklärt Max Menzel, Leiter der Abteilung Nachhaltigkeit und technischer Kundendienst bei Outokumpu.

Durch die Nutzung bestehender, effizienter Lieferketten können die Wege für den Schrott von den Kunden zurück zu den Produzenten verkürzt werden. Transparenz und ESG-Konformität in der gesamten Lieferkette werden durch die Verifizierung aller Partner im Rahmen dieser Initiative sichergestellt.

Netzwerke

Im Rahmen des Projekts hat Outokumpu die Aufgabe, die Initiative zu steuern und Netzwerke zwischen Kunden und zertifizierten Schrottlieferanten zu schaffen. Die Aufgabe der Schrottlieferanten besteht darin, eine nachhaltige Lieferkette zu gewährleisten, indem sie Schrott von den Partnern des Netzwerks nachhaltig verbreiten. Kunden, die sich dem Programm anschließen, führen ihren Schrott nach der Verarbeitung des Materials oder am Ende des Lebenszyklus des Produkts über die Schrottlieferanten in den Kreislauf zurück.

„Gemeinsam werden wir eine starke Initiative und Führungsrolle zeigen, indem wir die Entwicklung hin zu einer Kreislaufwirtschaft vorantreiben. Unsere Partner können sich dieser einzigartigen und offenen Initiative anschließen, die die erste in der Branche ist, und ihren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten”, sagt Max Menzel.

CRONIMET hat sich der Initiative bereits angeschlossen. Foto: CRONIMET

Partner CRONIMET

„Outokumpu Inner Circle ist eine offene Initiative, zu der wir alle Schrottlieferanten und Edelstahlverbraucher aus Europa zur Teilnahme einladen möchten. Wir treten jetzt in die erste Phase ein, und ich freue mich, CRONIMET als ersten Schrottlieferanten ankündigen zu können, der sich uns anschließt. In dieser Phase liegt unser Schwerpunkt auf der Entwicklung der Zusammenarbeit. Es gibt bereits ein großes Interesse, was zeigt, dass es in der gesamten Branche einen Bedarf für diese Art von Initiative gibt”, sagt Max Menzel.

„Die Inner Circle-Initiative beruht auf den Grundwerten von Fairness, Offenheit und dem Streben nach langfristigen Partnerschaften und passt damit perfekt zu unseren Unternehmenswerten. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass dies der richtige Ansatz ist, um Nachhaltigkeit und wirtschaftlichen Erfolg in der Kreislaufwirtschaft zu erreichen”, sagt Nico Krüger, Commercial Director bei CRONIMET.

Für Outokumpu ist die Kreislaufwirtschaft das Herzstück seines Nachhaltigkeitsansatzes. Als Werkstoff ist Edelstahl ein wichtiger Bestandteil der Kreislaufwirtschaft, da er zu 100 % recycelbar ist. Schon heute hat Outokumpu mit 94 % den höchsten Anteil an recyceltem Material in der Edelstahlindustrie.

Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.

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