Saarland: 2,6 Milliarden Euro Förderung für die Stahlindustrie

Robert Habeck stellt 2,6 Milliarden Euro Förderung für die saarländische Stahlindustrie in Aussicht. Die SHS – Stahl-Holding-Saar mit ihren Töchtern Dillinger, ROGESA und Saarstahl sei bereit für die Transformation zur grünen Stahlproduktion. Nach Presseinformationen stehen die technologischen Voraussetzungen und die Roadmap. Bei seinem heutigen Besuch im Saarland verkündete der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, entscheidende Erfolge für das Dekarbonisierungsprojekt. Im Beisein von Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und zahlreichen jubelnden Vertreter:innen von Dillinger und Saarstahl habe Habeck eine geplante Fördersumme in Höhe von 2,6 Milliarden Euro genannt.

Am 19.12.2023 habe die Europäische Kommission die deutsche Beihilfemaßnahme im Umfang von 2,6 Mrd. EUR zur Unterstützung der SHS – Stahl-Holding-Saar bei der Dekarbonisierung ihrer Stahlerzeugung durch Einsatz von Wasserstoff laut Presseinformationen offiziell genehmigt.

„Diese Nachricht ist wegweisend für die saarländische Stahlindustrie. Sie ermöglicht uns eine historische Produktionsumstellung – mit der bis 2030 55 Prozent CO2 eingespart werden können. Damit übernehmen wir eine Vorreiterrolle bei der Dekarbonisierung der deutschen Stahlindustrie und schaffen gleichzeitig die Voraussetzungen zur Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit“, so Stefan Rauber, Vorsitzender der Geschäftsführung der SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA und Vorstandsvorsitzender Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke und Saarstahl AG.

Auch der Konzernbetriebsratsvorsitzende der SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA, Stephan Ahr, bedankte sich im Namen der Unternehmen und ihren Beschäftigten dafür, dass Habeck die Einladung ins Saarland angenommen habe und man nun die Chance habe, –  grüne – Zukunft zu gestalten.

Pure Steel+

Das Transformationsprojekt stehe mit der Marke Pure Steel+ für Klimaneutralität bis 2045. Dafür setzen Dillinger und Saarstahl laut Pressemitteilung auf den Einsatz von Wasserstoff, auf Elektro-Stahlerzeugung und die Wiederverwertung von Stahlschrott. In diesem Jahr sei mit der Planung zum Bau einer Direktreduktionsanlage und zwei Elektrolichtbogenöfen (EAF) in Dillingen und Völklingen förderrechtlich konform begonnen worden. Ab 2027/2028 sei die Produktion von jährlich bis zu 3,5 Millionen Tonnen sogenannten grünen Stahls vorgesehen. Damit die 55 Prozent CO2 bereits 2030 eingespart werden können, werden in einem ersten Schritt bis zu 70 Prozent der Produktion klimafreundlich umgebaut.

Für die dafür notwendigen Investitionen in Höhe von rund 3,5 Milliarden Euro seien die nun genannten öffentlichen Fördermittel zwingend erforderlich. Im Saarland seien dann jährlich bis zu 4,9 Millionen Tonnen CO2-reduziert hergesteller Rohstahl geplant.

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Sonja ist Redakteurin bei der Edelstahl Aktuell. Nach ihrem Studium der Psychologie an der HHU in Düsseldorf und selbstständiger Arbeit als Content Creator nutzt sie nun diese Erfahrungen, um zum Erfolg der Zeitung beizutragen und ihr Fachwissen in der Edelstahlbranche zu vertiefen.