U-Boote für die indische Marine?

thyssenkrupp Marine Systems will seine Kompetenz auf dem indischen Markt unter Beweis zu stellen. Der Marktführer für nichtnukleare U-Boote unterzeichnete dafür eine Absichtserklärung (Memorandum of Unterstanding) mit Mazagon Dock Shipbuilders Limited über den potentiellen Bau von konventionellen U-Booten mit außenluftunabhängigem Antrieb.

„Wir blicken auf eine jahrzehntelange vertrauensvolle Partnerschaft mit Indien zurück. Die Boote, die wir für den Kunden in den 1980er Jahren gebaut und abgeliefert haben, sind heute noch im Einsatz. Darauf sind wir sehr stolz und wir würden uns freuen, auch weiterhin einen Beitrag zur nationalen Sicherheit Indiens leisten zu dürfen. Wenn Indien uns erneut sein Vertrauen schenkt, sind wir bereit”, betont Oliver Burkhard, CEO von thyssenkrupp Marine Systems.

Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung legt thyssenkrupp Marine Systems den Grundstein für eine mögliche Zusammenarbeit mit Mazagon Dock Shipbuilders Limited, um sich an der geplanten U-Boot-Beschaffung der indischen Marine zu beteiligen. Die Unterzeichnung fand in Mumbai, Indien, in Anwesenheit des deutschen Verteidigungsministers Boris Pistorius statt. Mit der Absichtserklärung leistet thyssenkrupp Marine Systems einen aktiven Beitrag zur strategischen Zusammenarbeit Deutschlands mit Indien.

Die Unternehmen haben die Absicht, in Zukunft eng zusammenzuarbeiten. Im Rahmen der Absichtserklärung wurde festgehalten, dass thyssenkrupp Marine Systems im Falle einer Beauftragung die Konstruktion und das Design der U-Boote sowie beratende Tätigkeiten übernehmen würde. Mazagon Dock Shipbuilders wäre für den Bau und die Ablieferung der U-Boote verantwortlich. Der Bau der neuen U-Boote würde in Indien erfolgen und somit einen wesentlichen Beitrag zur lokalen Wertschöpfung leisten.

 

Vorheriger ArtikelSBO übernimmt „Praxis Completion Technology“
Nächster ArtikelDie Zukunft der Lebensmittelproduktion
Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.