“Windindustrie als Vorreiter der Energiewende”

Der Fachverband VDMA Power Systems und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) haben auf der internationalen Leitmesse der Windenergie einen positiven Ausblick auf die Entwicklung der Windindustrie gegeben: „Neue Märkte, hohe Ausbauzahlen und eine positive Kostenentwicklung sind kennzeichnend für die wirkungsvolle Partnerschaft zwischen Turbinenherstellern und Energiewirtschaft“, sagten sowohl Andreas Nauen, Vorsitzender VDMA Power Systems und CEO Senvion SE, als auch Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. Beide Verbände sehen in der Windenergie an Land und auf See die treibende Kraft für die weltweite Energiewende. „Damit Deutschland seine Vorreiterrolle beim Umbau der Energieversorgung behält, muss die Politik hierzulande aber für verlässlichere Rahmenbedingungen sorgen“, betonten beide Verbandsvertreter.
Die Interessenvertretung der Anlagenhersteller, VDMA Power Systems, schätzt, dass die Windenergie, gemessen an der Kapazität auf den Schlüsselmärkten wie China und den USA, unter allen Energieträgern einen Spitzenrang einnimmt. Die international tätigen Anlagenhersteller sehen die aufstrebenden Märkte in Regionen der Welt, die auf den ersten Blick überraschen. „Die Türkei, Südafrika und Japan haben wir als neue Plus-500-Megawatt-Märkte identifiziert“, sagte Nauen. Auch der Gigawattmarkt Kanada bleibt weiterhin stark. Schwierig sind Märkte wie Brasilien, die von der Industrie „Local Content“ fordern, also die Produktion der Anlagen vor Ort. Aus diesen Märkten ziehen sich Hersteller und Zulieferer teilweise zurück. Die Branche erwartet 2014 bei den Neuinstallationen ein globales Wachstum von 25 Prozent. Für 2015 und die folgenden Jahre rechnet der Verband damit, dass die Zahl neu gebauter Anlagen moderat um rund 5 Prozent pro Jahr wächst. Im Jahr 2018 werden laut VDMA Power Systems voraussichtlich 52.000 Megawatt Leistung neu installiert.

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Catrin ist Redakteurin bei Edelstahl Aktuell. Stahl zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben. Sie hat eine Ausbildung bei einem Großhändler für Rohr- und Rohrzubehör absolviert und in verschiedenen Funktionen bei einem Hersteller und Lieferanten von Analysegeräten für die Metallindustrie gearbeitet.